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Autor Thema: Weihnachten fällt dieses Jahr aus!
Günther
Administrator
Benutzer # 2

Icon 1 erstellt am: 22. Dezember 2003 01:20      Ansicht des Profils von Günther   Senden Sie eine eMail an Günther   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen, es war beim Finanzamt zu
betteln und fleh'n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer, verlangt vom Christkind die
Einkommensteuer.
Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann, dass das Christkind so viel
verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert, wovon das Christkind dies finanziert.
Das Christkind rief: "Die Zwerge stellen die Geschenke her", da wollte das
Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben, und die Erlöse wären
anzugeben.
"Ich verschenke das Spielzeug an Kinder " wollte das Christkind sich
wehren, dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben, wäre dieses jetzt
besser zu sagen.
"Meine Zwerge besorgen die Teile, und basteln die vielen Geschenke in
Eile"
Das Finanzamt fragte wie verwandelt, ob es sich um innergemeinschaftliche
Erwerbe handelt.
Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz, von einem illegalen
Spendenkonto aus der Schweiz.
"Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld", Ich beschenke doch
die Kinder in der ganzen Welt."
"Aus allen Ländern kommen die Sachen", mit denen wir die Kinder glücklich
machen."
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer, denn da fehle ja die
Einfuhrumsatzsteuer.
Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung, meinte dies wäre ein Fall
für die Steuerfahndung.
Mit diesen Sachen, welch ein Graus, fällt Weihnachten dieses Jahr wohl
aus.
Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein, und entzieht dem Christkind den
Gewerbeschein.

Beiträge: 1664 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Kokeltaler
Mitglied
Benutzer # 725

Icon 1 erstellt am: 24. Dezember 2004 10:55      Ansicht des Profils von Kokeltaler         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Christliche Weihnacht

Freitag, 24. Dezember

15:00 Uhr - Unter dem Motto „Ein stückweit Frieden spüren“ eröffnet Pastoralreferent Reinhard Nörenberg den alternativen Gelsenkirchner Weihnachtsmarkt rund um die St.-Johannes-Kathedrale, versäumt es jedoch, in seiner Begrüßung neben den Anwesenden auch den Anwesendinnen den Segen der Weihnacht zu wünschen. Dies führt zu ersten Unmutsbezeugungen aus dem Menstruationskreis lesbischer Künstlerinnen, die den Rest der Ansprache mit Trillerpfeifen und „Sackträger“-Sprechchören übertönen.

15:31 Uhr - Durch die im Meditationstanz versunkenen Mitglieder der Frauenselbsterfahrungsgruppe Silberelstern, die mit ausgebreiteten Armen im ökologisch mit Senflauge gebatikten Wickelrock über die Kirchwiese schweben, bahnt sich böllkend und hupend der MC Schmöller-Heide auf schweren Harleys den Weg zum Rockzelt von Jugendpastor Helge Bösch, der für 16 Uhr zum Motorradgottesdienst geladen hat.

15:56 Uhr - Eine glühend heiße Pappterine mit herzhafter Gulaschsuppe klatscht gegen das Transparent „Zucker ist Sünde“ am Stand des vegetarischen Ernährungskreises „Mutter Erde“ an dem das Sumpfpumpenprojekt Eritrea durch den Verkaufserlös von mit Nelkenfett gesüßter Vollkornschokolade unterstützt wird. Die Hauptverdächtige für diesen Anschlag, die Rentnerin Minna B., die am Nachbarstand für den Klön- und Strickkreis singender Seniorinnen mit dem Verkauf von kandierten Äpfeln, Rindsbratwurst und Räucherschinken für das Winterlager des Wanderzirkus Schöller sammelt, weist darauf hin, man sei im Vorfeld von besagtem Ernährungskreis lautstark als Tiermörder und Kadaverfresser verunglimpft worden.

16:00 Uhr - Die Leistungsschau der Bundeswehr auf der Holtmannswiese hinter dem alten Soldatenfriedhof, wird in bedrohlicher Nähe zum Infostand der christlich autonomen Kriegsdienstverweigerer eröffnet. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die diametralen Botschaften „Wir schaffen Frieden“, auf der einen Seite, mit den Thesen „Soldaten sind Mörder“ sowie „Gelöbnis ist Meineid“, auf der anderen Seite, ins Gehege kommen. Zu tätlichen Übergriffen kommt es jedoch erst gegen 16:07 Uhr, nachdem sich Regimentspfarrer Öfterring bei der Einsegnung zweier fabrikneuer Bison-Flakpanzer zu der Behauptung versteift, Jesus sei eine Art Feldwebel Gottes gewesen.

16:12 Uhr - Erstaunlich lange hält sich das Bläserchor vom Jagd- und Hegering 2 mit seinem adventlichen Vortrag unmittelbar neben der Punschbude militanter Tierschützer von der Initiative Waldfrieden, die mit den Aufklebern „Blutige Weihnachten – Mitessen heißt mitschlachten“ oder auch „Christus war ein Eichelheer“ gegen Wildgerichte am Heiligen Abend zu Felde ziehen. Zum offenen Schlagabtausch führt dann schließlich der weihnachtliche Blechchoral „Jesus war ein Jagdgesell“. Revierförster Manfred von Lausitz-Ölpen, dem im Verlaufe der Feindseligkeiten das Mundstück seiner schweren Zugposaune durch die Schneidezähne gedrückt wurde, gibt später zu Protokoll, er habe seinen Hirschfänger gegen diese Anarchisten in begründeter Notwehr einsetzen müssen.

17:15 Uhr - Am gemeinsamen Stand der Stillgruppe Rumpelstilzchen und des Betkreises schwangerer Hausfrauen flackert das nächste Scharmützel auf: Das Handgemenge mit dem benachbarten Infotisch der HIV-Selbsthilfegruppe Heringsmoor beginnt mit dem gegenseitigen Niederreißen der Transparente „Gib AIDS keine Chance – Kondome schützen“ und auf der Gegenseite „Verhütung ist Mord – Kondome sind Waffen“.

17:31 Uhr - Unter dem kleinen Zeltdach der orthodoxen Bibelgruppe prohabilis-eterna, die unter dem Motto „Latein ist Gottes Wort“ allerlei Informationsmaterial feilhält, in dem frühchristliche Liturgieformen sowie Latein als Weltsprache gefordert werden, wächst die Nervosität über den zunehmenden Geräuschpegel des benachbarten Motorradgottesdienstes. Nach der Predigt mit dem Thema „Wasser zu Wein – Öl zu Benzin – Jesus war ein Biker“ und der Danksagung für das Überleben zahlreicher riskanter Überholmanöver der letzten Saison, besteigt die gefürchtete Speedmetal-Formation Rammbock die Bühne.

17:33 Uhr - Am Ende seiner christlich lateinischen Duldsamkeit angekommen, trifft der orthodoxe Religionswissenschaftler Dr. Johannes Görtz mit dem unkontrollierten Wurf einer 15 kg schweren, in Schweinsleder gebundenen Hetzschrift gegen Martin Luther die vordere der 24 in Reih und Glied abgestellten Motorräder, die in einer Kettenreaktion wie Dominosteine aufeinander fallen. 30 Sekunden später beschließt der Harley-Club Schmöller-Heide eine gründliche Flurbereinigung des gesamten Geländes.

17:40 Uhr - Rund um die St.-Johannes-Kathedrale tobt eine Schlacht, wie sie seit 1109, seit der Erstürmung der Heglager Senke durch den Hunnenprinzen Bernward der Schlächter, in dieser Gegend nicht mehr erlebt wurde.

Mittendrin Menschen wie du und ich, die in der Weihnachtszeit nur mal ein stückweit Frieden spüren wollten.

[ 24. Dezember 2004, 20:57: Beitrag editiert von: Kokeltaler ]

Beiträge: 178 | Registriert seit: Jul 2003  |  IP: gespeichert


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