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Autor Thema: Alternative Energieversorung im Oberbergischen?
Wiehler6684
Neues Mitglied
Benutzer # 936

Icon 1 erstellt am: 04. Dezember 2007 20:49      Ansicht des Profils von Wiehler6684     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo,
weiß jemand oder kennt jemand einen guten und preiswerteren Energieversorger als AggerEnergie, der im Oberbergischen vertreten ist? AggerEnergie hat ja die Preise erhöht, aber man muss ja nicht unbedingt das Spiel mitmachen, deswegen suche ich nun nach Alternativen....

Vielen dank schon mal! Ich denke das Thema ist hier noch nicht vorhanden und dient dem Interesse der Allgemeinheit.

Beiträge: 4 | Registriert seit: Mai 2004  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 1 erstellt am: 04. Dezember 2007 23:05      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo Wiehler6684,

versuche es mal hier:

http://www.teldafax-energy.de/

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
terry_mccann
Mitglied
Benutzer # 818

Icon 1 erstellt am: 07. Dezember 2007 12:14      Ansicht des Profils von terry_mccann   Senden Sie eine eMail an terry_mccann   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Klingt interessant....uns nervt der Preisanstieg auch. Müsste aber schon deutlcih günstiger sein, damit sich der Aufwand lohnt....

Bitte postet doch mal Erfahrungen....

Beiträge: 858 | Registriert seit: Dez 2003  |  IP: gespeichert
Wiehler6684
Neues Mitglied
Benutzer # 936

Icon 1 erstellt am: 07. Dezember 2007 22:30      Ansicht des Profils von Wiehler6684     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Wie ein Zufall, bei stern.tv war am Mittwoch ein bericht über diese Energie sache etc.... je mehr leute wechseln desto größer ist die chance das die preise sinken [Lächeln]

Dort wurd eine gute Seite genannt wo man die Energiepreise vergleichen kann..
http://www.verivox.de/

ich selbst würde dabei knapp 200 euro sparen, also denke ich das ich wechseln werde....zum wechseln muss ich nur einen neuen vertrag ausfüllen, hinschicken und den rest kümmert sich dann mein neuer energielieferant...

dort wurd auch gesagt, das es ein gesetzt gibt das man immer strom bekommt...also braucht man keine angst haben, das man irgendwann ohne strom da steht!

Beiträge: 4 | Registriert seit: Mai 2004  |  IP: gespeichert
Felix Staratschek
Mitglied
Benutzer # 1520

Icon 1 erstellt am: 12. Dezember 2007 12:13      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Schaut nicht nur auf den Preis, sondern auch, was das für Strom ist, wie sich dessen Erzeuigung auf unsere zukunft auswirkt:

www.atomausstiegselbermachen.de - der Link zu guten Stromerzeugern. Und so teuer ist dieser aktive Beitrag zum Umweltschutz auch nicht mehr!

Übrigens: Ritter- Sport Schokolade wird mit Strom von http://www.ews-schoenau.de hergestellt (Quelle: www.energyautonomy.org . das sollten sich andere Firmen zum Vorbild nehmen.

[ 12. Dezember 2007, 12:20: Beitrag editiert von: Felix Staratschek ]

Beiträge: 341 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Karl.Klammer
Mitglied
Benutzer # 1678

Icon 1 erstellt am: 21. Dezember 2007 23:34      Ansicht des Profils von Karl.Klammer         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich kann da e-wie-einfach (eon) empfehlen. Die sind immer 1 Cent günstiger als der lokale Grundversorger (also hier die Aggerenergie). Die Ummeldung ist problemlos und wird von denen ausgeführt. [Winken]

Aufgrund des 50%-Kernkraftstromanteils bei eon sind die CO2-Emmissionen mit nur etwa 15 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Strom auch noch besonders niedrig (bezogen auf die 50% Kernkraft-Strom). Ein Kohlekraftwerk (die anderen 50%) emittieren doch glatt das 50- bis 80-fache (!!) an CO2. [Boah!]

Natürlich wäre es mir lieber, ich könnte mir den Strom (wie z.B. ein Auto oder eine Kiste Wein) in Frankreich kaufen - der Strom kostet dort (beim Monopolisten & vor Steuern und Öko-Abgaben!!) etwa 1/3 weniger als bei uns. Warum wohl? [Schüchtern]

....ich hoffe doch sehr, dass mir die Möglichkeit des Stromkaufs bei unseren französischen, belgischen, tschechischen oder schweizerischen Nachbarn bis spätestens 2020 gegeben sein wird, denn dann gibt es in Deutschland nicht mehr die Möglichkeit inländisch erzeugten Kernkraftstrom zu kaufen. Bis dahin werden nämlich auf Betreiben der ehemaligen rot-grünen Regierung alle Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet sein.

....aber sicher werden zwischenzeitlich all' die neuen Wind- und Solar-Stromerzeuger die entstehende Lücke kostengünstig und zuverlässig schließen. Bei Flaute oder Nachts verfeuern wir dann noch das per Pipeline angelieferte "preisgünstige" russische Erdgas - ansonsten fällt einfach mal öfters der Strom aus ("sparen" wird man das dann nennen)! [Lächeln]

[ 21. Dezember 2007, 23:35: Beitrag editiert von: Karl.Klammer ]

Beiträge: 34 | Registriert seit: Feb 2007  |  IP: gespeichert
terry_mccann
Mitglied
Benutzer # 818

Icon 1 erstellt am: 24. Dezember 2007 20:06      Ansicht des Profils von terry_mccann   Senden Sie eine eMail an terry_mccann   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
kann ich bestätigen. wir haben heute dorthin gewechselt.

im moment ist die kilowattstunde sogar 2 cent billiger und die haben 2 jahre preisgarantie, wobei ich nicht ganz genau weiss, was damit gemeint ist:

ewieeinfach nimmt 16,71 cent und erhöht auch im januar nicht

aggerenergie nimmt ab januar dreiste 18,98 cent....

grundpreis ist bei beiden gleich.

also nix wie weg, ist nach aktuellem stand immerhin 100 euro billiger pro jahr bei unseren 5000 kwh verbrauch....

beim gas lohnt es aber nicht, da sind die aggerenergie mit bei den günstigsten, wenn ich richtig informiert bin

[ 24. Dezember 2007, 20:07: Beitrag editiert von: terry_mccann ]

Beiträge: 858 | Registriert seit: Dez 2003  |  IP: gespeichert
Felix Staratschek
Mitglied
Benutzer # 1520

Icon 1 erstellt am: 25. Dezember 2007 15:59      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Niemand würde Atomstrom kaufen, würden alle Steuergelder, die in die Atomkraft gesteckt wurden und werden auf den Strompreis umgelegt. Bei den regenerativen Energien ist dies jedoch zum Teil der Fall.

Beim Wechsel muß man auch eins bedenken: Stärkt man mit seinem Wechsel wieder neuen Monopole, die, sobald andere aus dem Markt ausscheiden, die Preise anziehen?

Und den Atomkraftwerken fehlt die volle Haftpflichtversicherung, sie sind für die Konzerne Gelddruckmaschinen, da diese für deren Rückbau steuerfrei Geld zurück legen müssen, welches aber auch für andere Zwecke genutzt werden kann und dann steuerfrei wieder aufgefüllt werden kann.

Atomstrom belastet die Umwelt enorm! Alleine die Gewinnung des Uran (weniger als 0,1% Anteil im uranhaltigen Gestein) ist mit radioaktiven Emissionen verbunden. Die Abfälle sind hochtoxisch und müssen für viele 100.000 Jahre sicher entsorgt werden! Für uns ist es ein Glück, das die Neandertaler vor 50.000 Jahren keine Atomkraft hatten.

Unser großes Problem ist die korrupte Politik, da Korruption immer eingesetzt wird, um Lösungen zu verhindern, die besser sind und für die sich Politiker und andere Entscheiden würden, wenn diese nicht materiell zu einer andere Entscheidung bewogen würden.

Beispiele solcher Konzernaktivitäten stehen hier:
www.vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/tricks-der-konzerne.html

Atomkraft kann die Energieprobleme der Welt gar nicht lösen, weil deren Anteil daran schon heute zu unbedeutend ist. Sie schafft aber Probleme für Jahrtausende. Die Konzerne, die die Entwicklung und den Umstieg auf regenerative Energien verhindern oder verzögern (oder jetzt nur widerwillig auf den Zug springen, um im Geschäft zu bleiben) sollte man jetzt nicht wegen einiger weniger Cent Preisunterschied unterstützen.

Ohne Korruption wäre vor Jahrzehnten die Entscheidung gefallen, statt der Kernkraft der Konzerne Anreize zum Energiesparen zu schaffen und eine regenerative, meist dezentrale Energieversorgung aufzubauen.

[ 25. Dezember 2007, 16:03: Beitrag editiert von: Felix Staratschek ]

Beiträge: 341 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Karl.Klammer
Mitglied
Benutzer # 1678

Icon 1 erstellt am: 25. Dezember 2007 22:26      Ansicht des Profils von Karl.Klammer         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Original erstellt von terry_mccann:
beim gas lohnt es aber nicht, da sind die aggerenergie mit bei den günstigsten, wenn ich richtig informiert bin

.....nöö, es sind dort genau 2 Cent pro cbm Gas weniger als beim lokalen "Grundversorger" und ich hoffe doch etwa 50 - 100 Euro pro Jahr einsparen zu können....also (in meinem Fall) etwa doppelt so viel, wie beim Strom. [Ha!]

.....aber mal zurück zum Strom - in Frankreich hätte ich (hätten wir) etwa 350 - 450 Euro pro Jahr weniger zu zahlen - trotz "korruptem Staatsmonopol"! [Schüchtern]

Beiträge: 34 | Registriert seit: Feb 2007  |  IP: gespeichert
Karl.Klammer
Mitglied
Benutzer # 1678

Icon 1 erstellt am: 26. Dezember 2007 00:03      Ansicht des Profils von Karl.Klammer         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Original erstellt von Felix Staratschek:
Und den Atomkraftwerken fehlt die volle Haftpflichtversicherung,

Diese und weitere Ihrer Behauptungen entsprechen den in Deutschland gängigen und weiten Teilen unserer Medien aufgenommenen Klischees - dennoch möchte ich klarstellen:

"Die Inhaber (Betreiber) von Kernkraftwerken (KKW) haften unbegrenzt mit ihrem gesamten Vermögen für alle von diesen etwa verursachten Schäden. Für Schäden bis zu einer realistischen Höhe müssen sie sich versichern („Deckungsvorsorge“). Ein katastrophaler Unfall wie in Tschernobyl ist bei deutschen Kernkraftwerken praktisch ausgeschlossen......."

Vielleicht lesen Sie hier weiter:
www.energie-fakten.de/pdf/recht-versicherung.pdf

Anmerkung: Eigentlich war ich schon mit meinen vorangegangenen Ausführungen OFF TOPIC und man sollte ggf. einen gesonderten Beitrag zu diesem Thema starten um alle dargelegten Behauptungen zu beleuchten.

Ich wollte darstellen, dass unsere jüngsten Sparbestrebungen beim Stromanbieter auch aufgrund unseres spezifischen nationalen "Energiemixes" und der bis dato gewachsenen politischen Aktivitäten der Bundesregierung(en) in der Energiepolitik Aktualität bekommen haben.

Keineswegs hatte ich die Absicht einem nimmermüden Vertreter einer Zehntelprozent-Partei einen Steigbügel zur abermaligen Wiederholung seiner in diesem Forum hinreichend bekannten Beiträge zu reichen.


[ 26. Dezember 2007, 00:05: Beitrag editiert von: Karl.Klammer ]

Beiträge: 34 | Registriert seit: Feb 2007  |  IP: gespeichert
Felix Staratschek
Mitglied
Benutzer # 1520

Icon 1 erstellt am: 27. Dezember 2007 16:18      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
www.klima-aktiv.com/article135_5252.html

Übrigens: Was hätten bloß die Franzosen im Supersommer gemacht, wenn alle EU- Staaten soviel AKW- Stromanteil gehabt hätten? Wo hätten die den Strom zukaufen können für ihre aus Wassermangel ageschalteten Reaktoren. (z.B. FAZ 26.07.2006)

Beiträge: 341 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Karl.Klammer
Mitglied
Benutzer # 1678

Icon 1 erstellt am: 06. Januar 2008 23:42      Ansicht des Profils von Karl.Klammer         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Original erstellt von Felix Staratschek:

Übrigens: Was hätten bloß die Franzosen im Supersommer gemacht, wenn alle EU- Staaten soviel AKW- Stromanteil gehabt hätten? Wo hätten die den Strom zukaufen können für ihre aus Wassermangel ageschalteten Reaktoren. (z.B. FAZ 26.07.2006)

.......das im Hinblick auf eine CO-2-Minimierung und Energieeffizienz-Maximierung seit mehr als 20 Jahren vorbildlich planende Frankreich wäre im Sommer 2003 wohl mit der eigenen Kraftwerkskapazität klargekommen - Probleme machte seinerzeit wieder einmal das kernkraftfreie Italien und dessen stromfressende Klimaanlagen.

.....soll heißen: Von dem was Frankreich aus Deutschland "zukaufte" hat es gleichzeitig einen großen Teil solidarisch nach Italien (und auch Spanien) abgegeben. Ein bißchen konnten aber auch auch die schweizerischen Kernkraftwerke noch beisteuern bzw. durchleiten.

WIKIPEDIA (von heute) dazu: „Italien hat den Atomausstieg innerhalb von nur drei Jahren abgeschlossen. Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 gab es ein Referendum, mit dem der Atomausstieg beschlossen wurde. Von 1987 bis 1990 wurden alle vier Kernkraftwerke Italiens abgeschaltet. Italien importiert derzeit allerdings einen großen Teil seines Strombedarfs. So belief sich der Nettoimport Italiens im Jahr 2004 auf knapp 16% der gesamten Nettostromerzeugung des Landes. Einen erheblichen Anteil an den Importen haben Atomstrom aus der Schweiz und aus Frankreich.“

.....Italien "erspart" sich seit seines „Atomausstiegs“ durch Stromzukäufe vorwiegend in Frankreich Kapazitäten in der Größenordnung von 4 Kernkraftwerken (die man ja zuvor nach Gutmenschlerart abgeschaltet hatte).

.....das Ganze ist übrigens eine VORSCHAU auf die kommende Situation im Deutschland der Jahre spätestens nach 2020 - nämlich dann, wenn unsere Kernkraftwerke NICHT mehr einspeisen werden.

.....und/oder glaubt jemand im Ernst ein Industrieland wie D kann es sich leisten bis dahin (2020) die Basis seines Bruttosozialsprodukts (das ist beim Strom der Regel- und Spitzenenergieverbrauch ) von Sonne und Wind abhängig zu machen??? Was mag dann wohl die Folge sein.......??

...... und schließlich -werter Herr Staratschek- wurden seinerzeit (2003 im Sommer) einige französischen Kernkraftwerke gedrosselt (!!) und nicht abgeschaltet (wie die Allianz der Grünlüge es unablässig behauptet) ....so gab/gibt es z.B. in Blaye am Auslauf der Gironde absolut keinen Anlass zum herunterregeln - oder ?

....wenn allerdings anhand er regierungsamtlichen aber oft fehlgeleiteten Aktivitäten zur Dämpfung der Folgen des Klimawandels immer noch irgend jemand meint unsere Strompreise seit ca. 2000 müssten so bleiben wie sie sind, dann..... [Schüchtern]

[ 07. Januar 2008, 00:07: Beitrag editiert von: Karl.Klammer ]

Beiträge: 34 | Registriert seit: Feb 2007  |  IP: gespeichert
Balthi
Mitglied
Benutzer # 1384

Icon 1 erstellt am: 10. Januar 2008 12:30      Ansicht des Profils von Balthi         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Nach Angaben des unabhängigen Internet-Verbraucherportals Verivox müssen über zehn Millionen Haushalte für Strom in diesem Jahr mehr bezahlen. Gemessen an einem Musterhaushalt mit 4000 Kilowattstunden pro Jahr, entspricht die Teuerung durchschnittlich 7,5 Prozent oder 61 Euro pro Jahr (siehe Grafik). Die Energieversorger führen als Begründung unter anderem die gestiegenen Rohstoff- und Beschaffungskosten sowie die staatlichen Abgaben an.

Dabei sind die Preisentwicklungen in den Bundesländern sehr unterschiedlich. Am härtesten trifft es im neuen Jahr die Stromkunden in Bayern: Der Musterhaushalt zahlt nach Verivox-Angaben im Schnitt 75 Euro mehr für Strom. Deutlich teurer wird es auch für Verbraucher in Hessen. Dort steigt die jährliche Stromrechnung im Schnitt um 72 Euro. Keine Preiserhöhungen gibt es den Angaben nach in Berlin, Bremen und Hamburg.
Keine sinkenden Preise in Sicht
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht davon aus, dass die Strompreise sich noch weiter erhöhen. "Ich glaube nicht, dass die Preise jetzt kurzfristig sinken werden. Im Gegenteil", erklärt die Abteilungsleiterin für Energie, Claudia Kemfert. Als Voraussetzung für sinkende Preise nannte sie einen Ausbau der Netze in Europa, um wirksamen Wettbewerb zu schaffen, und eine europäische Regulierungsbehörde, die die Preise beaufsichtigt.

In puncto Preiskontrolle hat sich zum Jahresbeginn zumindest in Deutschland etwas getan. Im Bundeskartellamt hat zum Jahresbeginn die Abteilung "Missbrauchsaufsicht bei Strom, Gas und Fernwärme" ihre Arbeit aufgenommen. Grundlage ist eine Gesetzesänderung, die im Dezember 2007 in Kraft getreten ist und die den Kartellbehörden die Preiskontrolle vereinfachen soll. Im Zweifel müssen die Energieversorger belegen, dass ihre Preise nicht überhöht sind. Bislang sei der Wettbewerb auf den Gas- und Strommärkten "noch nicht ausreichend in Gang gekommen", erklärte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer. Intensiver als bisher gehe es jetzt darum, "unmittelbar zum Nutzen des Verbrauchers zu prüfen" und wettbewerbsgerechte Preise sicherzustellen.



Zwei Paar Stiefel
Der Strommarkt in Deutschland wird von den vier Konzernen RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall Europe bei der Stromerzeugung dominiert: Nach Angaben des "Monitoringberichts 2007" der Bundesnetzagentur liegt der Anteil der vier Unternehmen bei der erzeugten Nettostrommenge im Jahr 2007 bei rund 90 Prozent. Allein E.ON und RWE kommen demnach auf 60 Prozent.

Bei Stromverkauf an den Endkunden sieht es anders aus: Laut Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) haben die vier Platzhirsche im Jahr 2005 nur knapp 50 Prozent der deutschen Haushalte direkt mit Strom versorgt - aktuellere Zahlen gibt es derzeit nicht.

Studie belegt Preisanstieg
Nach einer Studie, die die Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben hatte, sind die Stromrechnungen der deutschen Verbraucher zwischen 2000 und 2006 um 50 Prozent gestiegen. Für die Industrie stiegen die Strompreise im selben Zeitraum laut Medienberichten sogar zwischen 58 und 77 Prozent. Aus der Studie geht weiter hervor, dass die Strompreise heute unter dem Niveau von 1998 liegen würden, wenn sich Steuern und staatliche Abgaben auf den Strompreis inzwischen nicht auf etwa 40 Prozent erhöht hätten.


Netzkosten (Nettonetzentgelte inkl. Verrechnungsentgelte), Stromkosten (Strombezugskosten plus Versorgungsmarge), Abgaben (Konzessionsabgaben, EEG- und KWK-Zuschlag), Steuern (Strom- und Umsatzsteuer)

Dies sei eine Verdoppelung bei den Abgaben, sagte der Autor der Studie, Uwe Leprich von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Zugleich habe die Studie aber gezeigt, dass mit den Strompreisen auch die Profite der Energieversorger in Deutschland deutlich gestiegen seien. Seit 2002 konnten die vier Großen der Branche - E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Europe - demnach ihre "Gewinne auf über 18 Milliarden Euro im Jahre 2007" steigern.

Wechsel kann lohnen
Verbraucherschützer, Bund der Energieversorger und Politiker raten den Bürgern, ihrem alten Energieversorger bei Preiserhöhungen die kalte Schulter zu zeigen. "Die Kunden können den Stromkonzernen die rote Karte zeigen, indem sie den Anbieter wechseln", sagte der Bundesumweltminister Siegmar Gabriel (SPD). Auch Kabinettskollege Michael Glos (CSU) kann den Unmut der Verbraucher verstehen: "Wenn die Strompreise steigen und gleichzeitig die großen Energieversorger Rekordgewinne einfahren, sorgt das für berechtigten Unmut", so der Wirtschaftsminister.


Vor dem Wechsel: vergleichen und aufpassen
Vor einem Wechsel benötigen Sie Ihren voraussichtlichen Jahresverbrauch. Den ermitteln Sie am besten anhand Ihrer letzten Stromabrechnung. Danach, so raten Verbraucherschützer, sollten Sie bei Ihrem aktuellen Anbieter nach möglichen neuen und günstigeren Tarifen sehen. Anschließend im Internet mit Stromverbrauch und Postleitzahl einen Angebotsvergleich einholen. Das geht beispielsweise kostenlos unter strommagazin.de, stromtarife.de, verivox.de oder billig-strom.de. Mit ausgedruckten bzw. zugeschickten Preistabellen und Musterverträgen lassen sich die Angebote vergleichen.

Darauf sollten Sie besonders achten:
• Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und das Kleingedruckte
• Laufzeit: nicht länger als ein Jahr
• Kündigungsfrist: nicht mehr als ein Monat
• Supersparangebote: Sind die Preise möglicherweise nicht kostendeckend kalkuliert, drohen Preiserhöhungen.
• Festpreisangebote mit Vorauskasse: Gehen die Unternehmen Pleite, ist ihr Geld weg. Verbrauchen Sie weniger als bezahlt, bekommen Sie in der Regel kein Geld zurück.

Beiträge: 30 | Registriert seit: Mrz 2006  |  IP: gespeichert
Felix Staratschek
Mitglied
Benutzer # 1520

Icon 1 erstellt am: 02. Februar 2008 23:36      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Bericht aus Bergneustadt:
www.youtube.com/watch?v=T83AsFMRAM8&feature-related

Bsp. aus anderen Regionen:
www.youtube.com/watch?v=cdCoKZYKEsE&feature-related
www.youtube.com/watch?v=VDiPXcwdM3E&feature-related

Beiträge: 341 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Karl.Klammer
Mitglied
Benutzer # 1678

Icon 1 erstellt am: 07. Februar 2008 23:14      Ansicht des Profils von Karl.Klammer         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Original erstellt von Felix Staratschek:
Bericht aus Bergneustadt:.........

Hallo Herr Staratscheck,

Ihr Beitrag ist (mal wieder) OFF TOPIC: Diese Beitragsreihe wurde mit "...weiß jemand oder kennt jemand einen guten und preiswerteren Energieversorger als AggerEnergie...." eingeleitet. Und dann wollen Sie uns mit youtube-Filmchen erziehen und pflastern dabei sämtliche oberbergische Foren zu.

Solange die Fotovoltaik ("Solardächer") mit etwa 50 Cents pro Kilowattstunde von allen Stromkunden zwangsweise subventioniert wird, hat billiger 3-Cent-Strom aus Kernkraft und heimischer Braunkohle zunehmend weniger Chancen.

Das ist von den Öko-Gutmenschen politisch so gewollt - ich bin mal gespannt, was die Bevölkerung eines Industriestaates so macht, wenn ihre Stromversorgung nachhaltig kolabiert. Etwa 2015, vielleicht noch früher, werden wir es erleben.

Beiträge: 34 | Registriert seit: Feb 2007  |  IP: gespeichert


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