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Autor Thema: Was denkt Ihr zur Wiehltalbahn?
Felix Staratschek
Mitglied
Benutzer # 1520

Icon 1 erstellt am: 10. August 2006 13:00      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Guten Tag!

Ich habe einmal alle Themen dieses Forums überflogen. Dabei ist mir kein Thema zur Wiehltalbahn aufgefallen. Dabei bietet die Situation um diese Strecke genug Grund zum Gedakenaustausch!

Fakt ist:

1. Fakt ist, das ein Verein http://wiehltalbahn.de es schafft ohne staatliche Unterstützung mit viel Engagement diese Bahnlinie nicht nur zu erhalten, er hat sogar wieder Zugverkehr ins Wiehltal gebracht.

2. Fakt ist, das eine Reihe von Autofahrten verhindert werden konnten durch Sonderzüge zu Festen in Wiehl.

3. Fakt ist auch, das einige nur wegen der Sonderfahrten Veranstaltungen in Wiehl besuchten.

4. Fakt ist, daß die Güterzüge ins Wiehltal zurückkehrten und z.B. für die Holzwirtschaft viele LKW- Fahrten ablösten ( http://www.rhein-sieg-eisenbahn.de ).

5. Fakt ist, das der Fremdenverkehr in Oberberg von den Angeboten der Wiehltalbahn profitiert.

Fakt ist leider auch, das politische Gremien die gute Arbeit dieses Vereins nicht anerkennen. Für die Sprecher von CDU, IHK und einigen Unternehmen ist die Eisenbahn ein störendes Investitionshindernis. Das woanders ähnliche Strecken mit großen Erfolg reaktiviert wurden (z.B. http://www.regio-bahn.de ), wollen diese nicht auf Oberberg als anwendbar sehen. Sowohl die Ölpreisentwicklung als auch neue Techniken u.a. für die Containerverladung ( http://www.mobiler.de ) eröffnen der Bahn neue Chancen am Verkehrsmarkt.

Während in Wahlkämpfen immer die vielen aktiven Vereine in unserer Region gelobt werden, werden von einigen politischen Gruppen dem Wiehltalbahnverein überwiegend Steine in den weg gelegt!

Wie stehen die Menschen im Wiehltal zu Ihrer Eisenbahn? Soll diese als Zukunftspotential erhalten bleiben oder ist das schmale Schienenband in der großen Fläche des Oberbergischen Kreises eine so große Störung für die Kreisentwicklung, das der Region eine Wirtschaftskrise droht?

MfG. Felix Staratschek

Beiträge: 341 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Dr.Klöbner
Mitglied
Benutzer # 1000

Icon 10 erstellt am: 15. August 2006 23:05      Ansicht des Profils von Dr.Klöbner         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo Felix Staratscheck,

natürlich gab es verschiedene Themen in den vergangenen Jahren, in denen es um die Wiehltalbahn ging.

Zum Thema:
Grundsätzlich muss ich vorausschicken, dass Eisenbahn schon ein warmes Gefühl von Nostalgie auch in mir erweckt und es mir sehr recht wäre, wenn man die Wiehltalbahn irgendwie erhalten könnte. Aber man darf sich hier keiner Illusion hingeben. Die Wiehltalbahn muss man sich nüchtern und sachlich anschauen. Also, wie Sie es auch getan haben, Fakten analysieren und die Ergebnisse prognostizieren.

Als Museumsbahn, möglicherweise eingebunden in ein neues Tourismuskonzept, kann ich mir einen Fortbestand der Wiehltalbahn (bis Oberwiehl oder Wiehl Bf) sehr gut vorstellen. Hier werden auch keine städtebaulichen Entwicklungen behindert oder Arbeitsplätze gefährdet, wie es unser Landtags-Kaffee-und-Kuchen-Abgeordneter Löttgen seinen Gästen beim Kaffekränzchen und auch der Presse gerne bedrohend darzustellen versucht.

In Wiehl gab es in der Vergangenheit einige kostspielige Profilierungsversuche von Kommunalpolitikern, die dann gleich eine absolute Stillegung forderten zu Gunsten eines Radweges. Und dies nur, weil es Probleme bei der Schaffung eines neues Bahnüberganges gab. Dieser Blödsinn eines parallel zu einem bereits vorhandenen Radweg verlaufenden zweiten Radweges, ist hoffentlich vom Tisch.

Ich bewundere die nach wie vor vorhandene - schon fast devote - Bereitschaft der WB, nach wie vor nach einer gemeinsamen Lösung mit den Wiehlern suchen zu wollen.

Aber, und da muss ich Ihre Fakten Herr Staratscheck ein wenig kritisieren, es wird nie wieder zu einem erfolgreichen Taktverkehr oder gar Güterverkehr auf der Wiehltalbahn kommen. Den fingierten Holztransport durchschaute jeder Wiehler spätestens in dem Moment, als das Holz wieder in den Wald zurückgebracht werden musste, als die Presse verschwunden war.

Aber Spass beiseite. In einem Landstrich, in dem gerade einmal so viele Leute wohnen, wie in Ballungszentren in einem Stadtviertel oder gar Strassenzug, wird doch niemand mehr ernsthaft davon ausgehen können, einen fahrplanmässigen Taktverkehr einrichten zu können. Dagegen sprechen so viele Gründe, dass ich auf eine Aufzählung zunächst verzichten möchte.

Ergebnis für mich: Museumsbahn mit Gelegenheitsverkehr ja, Linientaktfahrplan oder Güterverkehr (leider) nein.

MfG
Dr.Klöbner

Beiträge: 110 | Registriert seit: Okt 2004  |  IP: gespeichert
Felix Staratschek
Mitglied
Benutzer # 1520

Icon 1 erstellt am: 16. August 2006 11:38      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo Dr. Klöbner!

Die Wiehltalbahn fährt durch keinen dünnbesiedelten Raum. Gut 40.000 Menschen leben in Wiehl und Waldbröl, weitere 40.000 im Hinterland in Nümbrecht, Morsbach und Reichshof. Diese können mit abgestimmten Buslinien auch von der Wiehltalbahn profitieren. Hinzu kommen gut 50.000 Gummersbacher und die Beziehungen in Aggertal und anch Köln.

Es gibt zahllose beispiele, wie auf einer modernisierten Bahn die Fahrgastzahlen explodierten und alle Erwartungen übertrafen. So bindet die Schönbuchbahn sage und schreibe nur 24.000 Anlieger an den S- Bahnhof Böblingen an, es sitzen aber täglich über 6000 Fahrgäste im Zug. Über 30 Jahre lang war diese Strecke außer Betrieb, konnte aber durch den Erhalt der Trasse wieder dem Verkehr dienen. Erwartet worden waren 2000 Fahrgäste täglich.

Akut ist die Politik für weitere Reaktivierungen nicht günstig. Aber das kann sich auch wieder ändern. Also erhalten wir die Bahn von Gummersbach nach Waldbröl und suchen mit dem Verein http://www.wiehltalbahn.de nach praktiblen Lösungen mit Bahnerhalt! Kommunen und Kreis sollten für diesen Verein dankbar sein, der dafür sorgt, das das Infrastrukturpotential Schiene im Süden des Kreises erhalten bleibt. Bald wird laut einer Anzeige bei http://www.cargochanger.de eine interessante Seite zum Containerverkehr auf der Schiene erscheinen. Soll es der Industrie im Süden Oberbergs für alle Zeiten unmöglich gemacht werden, von einem besseren Güterverkehr auf der Schiene zu profitieren?

Was ihre Meldung zum Holzverkehr angeht, muß ich mich noch genauer informieren. Auf der Seite der http://www.rhein-sieg-eisenbahn.de sind diese auch erwähnt und die RSE betreibt schon mehrere Strecken in Deutschland, die sich für die große Bahn nicht mehr lohnten. Angefangen hat die RSE mit dem erfolgreichen Weiterbetrieb der Bonn Beuler Industriebahn, heute ist sie bundesweit tätig. Auch das Unternehmen http://www.regionaleisenbahn.de ist eigens gegründet worden, um einige kleinere Srecken zu erhalten. Fakt ist, das auf der Schönbuchbahn mit dem Personenverkehr auch der Güterverkehr zurückkehrte. Warum soll eine Museumsbahn, die überwiegend am Wochenende verkehrt, nicht auch für einen täglichen Güterzug genutzt werden? Warum soll in Wiehl Schluß sein?

MfG. Felix Staratschek

Beiträge: 341 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Miss_Sunflower
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Benutzer # 298

Icon 1 erstellt am: 16. August 2006 18:37      Ansicht des Profils von Miss_Sunflower   Senden Sie eine eMail an Miss_Sunflower   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
zum thema unternehmen und störendes hindernis:

so wie ich das mitbekomme habe, soll die wiehltalbahn wirklich für die grundstücksnutzung einiger firmen problematisch sein. firmen können ihr gelände nicht erweitert nutzen, da sie sonst einen übergang und eine sicherung entlang der bahnstrecke aufbauen müssen. ich denke wenn das so stimmt, kann ich auch gut verstehen, dass die unternehmen sich dagegen wehren.

aber die angaben sind ohne gewähr, hab ich mal irgendwo aufgeschnappt...

Beiträge: 341 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
Dr.Klöbner
Mitglied
Benutzer # 1000

Icon 10 erstellt am: 16. August 2006 21:50      Ansicht des Profils von Dr.Klöbner         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo Herr Staratscheck,

Sie können doch nicht ernsthaft die Schönbuchbahn mit der Wiehltalbahn vergleichen. Die infratrukturelle Stadtentwicklung entlang der Wiehltalbahn hat doch dazu geführt, dass die Menschen gar nicht mehr in der Nähe der Bahn wohnen.

Wer in Holzgerlingen und Dettenhausen nicht gerade als Bäcker, Metzger oder Elektriker seinem Erwerb nachgeht, arbeitet doch in Böblingen oder gleich in Stuttgart. Und genau da fährt die Bahn hin. Hier arbeiten die Menschen in Waldbröl, Lindlar, Bergneustadt, Meinerzhagen, Gummersbach, Drabenderhöhe, Köln etc. .Schauen Sie sich auf einer Landkarte die Ortsstrukturen der Anliegerkommunen entlang der Schönbuchbahn an und Sie werden erstaunt feststellen, dass sich die Orte im wesentlichen noch dort befinden, wo sie bereits beim Bau der Bahn waren - man kann zu Fuss zum Bahnhof gehen.

Glauben Sie ernsthaft, jemand der in Wiehl auf dem Sonnenhang wohnt, fährt mit dem Bus nach Wiehl, von dort mit der Bahn nach Bielstein und von dort wieder mit dem Bus nach Drabenderhöhe ? Die gleiche Strecke mit dem Auto dauert 8-10 Minuten ! Was ist mit denen, die in Lindlar arbeiten oder in Nümbrecht wohnen ? Man könnte unendliche viele lustige Kombinationen bilden, die sich lediglich im Ergebnis gleichen - sie sind illusorisch.

Die Zahlen die Sie bringen sind offensichtlich die Einwohnerzahlen der Anliegerkomunen im Südkreis. Machen Sie sich die Mühe und rechnen Sie nach, wie viele Menschen innerhalb 10 Minuten zu Fuss am Bahnhof sind. Alle Zahlen darüber hinaus sind utopisch. Wer in einem Zubringerbus sitzt, kann doch auch in diesem sitzen bleiben und direkt zu seinem Ziel gefahren werden und wer bereits im Auto sitzt, wird innerhalb des Oberbergischen Kreises keinen Parkplatz am Bahnhof aufsuchen. Und das alles betrifft auch nur diejenigen, die ihren Arbeitsplatz in Bahnnähe haben - und überhaupt nur diejenigen die einen Arbeitsplatz haben.

Ohne es genau zu wissen schätze ich einmal, dass man entlang der gesamten Wiehtalbahn höchstens 200-300 potentielle Fahrgäste täglich hätte.

Der vor einigen Jahren eingerichtete Schnellbus fährt nahezu die gesamte Strecke entlang der Wiehtalbahn und bindet zudem noch das Indutriegebiet Bomig und die Berufsschule in Dieringhausen an und ist in Spitzenzeiten nicht einmal halbvoll.

Die Diskussion wird langsam zu einem Fass ohne Boden. Also ich bleibe dabei, dass sich ein Linientaktverkehr auf der Wiehtalbahn niemals rechnen wird. Und beim Güterverkehr wird man sehen, wann die nächsten Fichten schlagreif sind [Winken] .

Lasst uns lieber dafür sorgen, dass die Strecke zwischen Gummersbach und Köln in Betrieb bleibt. Wer die Sprache der Spatzen auf den Dächern verstehen kann, wird wissen, dass unsere überregionalen "Volksvertreter" auch hier bereits kräftig sägen.

MfG
Dr.Klöbner

[ 16. August 2006, 22:01: Beitrag editiert von: Dr.Klöbner ]

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NicoW
Neues Mitglied
Benutzer # 1543

Icon 1 erstellt am: 22. August 2006 15:19      Ansicht des Profils von NicoW   Senden Sie eine eMail an NicoW   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo Herr Dr. Klöbner,

bis heute fand ich eigentlich Ihre Beiträge relativ gut, weil Sie vorallem sachlich waren. Sie sind ein Verfechter von Fakten, leider nicht in Ihrem jetzigen Beitrag. Sie behaupten das die Holztransporte mit dem Zug nur für die Presse inszieniert gewesen sind. Woher wollen Sie das Wissen? Waren Sie dabei? Ich weiß aus sehr zuverlässiger Quelle das die Transporte nach Dänemark mit dem Zug stattgefunden haben. Meinen Sie wirklich im Ernst, das ein Fuhrunternehmer wirklich erst 5 Stunden einen Zug belädt und danach wieder entlädt um dann das Holz, so wie von Ihnen behaupten, per LKW wieder zurück fährt? Für wie dumm halten Sie eigentlich den Förderkreis und die Wiehltalbahn GmbH?

Mfg

Nico Wilzoch

Beiträge: 4 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Felix Staratschek
Mitglied
Benutzer # 1520

Icon 1 erstellt am: 23. August 2006 12:39      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Fast alle Streckenreaktivierungen haben die Erwartungen der Prognosen übertroffen! (siehe z.B. http://www.pro-bahn.de/fakten )

Frühere Untersuchungen zeigten, das bei Streckenstillegungen die Fahrgäste nicht in den Bus, sondern mehrheitlich ins Auto wechselten.

Auch wenn die Wiehltalbahn nicht so erfolgreich wäre, wie die Schönbuchbahn, die bei 24.000 Anliegern 6000 Fahrgäste erreicht, kann die Wiehltalbahn bei 40.000 Einwohnern in den Anliegergemeinden Wiehl und Waldbröl ein ausreichendes Fahrgastpotential erschließen, von dem viele noch in betrieb stehenden Strecken nur träumen. Z.B. müßte die Wiehltalbahn, wenn sie genauso erfolgreich wäre, wie die Schönbuchbahn, müßte suíe 10.000 Fahrgäste gewinnen. Sie müßte also nur 20% des Erfolges der Schönbuchbahn erreichen, um z.B. 2000 Fahrgäste zu gewinnen. Und für 2000 Fahrgäste am tag hat man die Schönbuchbahn reaktiviert.

Überrascht war man bei der Schönbuchbahn über den unerwartet hohen Anteil des Binnenverkehrs auf der Strecke.

ich nutze von Radevormwald nach Wuppertal lieber die Bus-Zug Verbindung über Lennep, als den Direkten Bus. Die Strecke ist zwar länger und ich muß umsteigen, die Fahrzeit ist aber fast identisch. Aber der Fahrkomfort ist deutlich besser ab Lennep.

Über Prioritäten kann man immer streiten! Aber ist es nicht besser, ein Infrastrukturpotential, wie die Wiehltalbahn zu erhalten, als es kurzsichtigen Einzelegoismen einiger Firmen und Grundstücksucher zu opfern? Der Kreis ist groß genug, um andere Flächen, als die wichtigen Bahnflächen für die Gebietsentwicklung zu verwenden.

MfG. Felix Staratschek

Beiträge: 341 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Dr.Klöbner
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Benutzer # 1000

Icon 1 erstellt am: 24. August 2006 00:24      Ansicht des Profils von Dr.Klöbner         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Sofern das möglich ist aufgrund der Topographie, gebe ich Ihnen da Recht Herr Staratscheck. Ihre Fahrgastzahlenspielchen kann ich zwar auch nicht gegenteilig beweisen, bezweifele Ihr Ergebnis aber stark.

Die infrastrukturelle Entwicklung, die Gebietsplanung und die Nutzung der Täler als Industrieschwerpunkte über ein halbes Jahrhundert hinweg und die seit fast 40 Jahren sich neu orientierende Wohnwirtschaft und Erschließungspolitik sind bei uns doch überhaupt nicht vergleichbar mit der Schönbuchbahn beispielsweise. Dort gibt es fast runde, kompakte Dorfstrukturen, in denen man wohnt und den täglichen Bedarf deckt. Um es einmal humorvoll und platt zu sagen: wenn man in Holzgerlingen eine Hose braucht, muss man schon 25 km weiter fahren. Und wenn dann eine Bahn parallel zur einspurigen Landstraße verläuft, gibt das doch einen Anreiz.

Glauben Sie ernsthaft, dass jemand von Waldbröl nach Wiehl zum schoppen fährt oder anders herum ? Und dann auch noch mit der Bahn, wo man dann in Waldbröl erstmal einen Kilometer bis ins Stadtzentrum laufen muss ?

Also nochmal: ich wünschte man fände eine Lösung. Aber ich sehe sie leider nicht, bei aller nüchternen Sachlichkeit. Mag sein, dass ich mich irre, ich hoffe es sogar.

Ach ja NicoW: das war natürlich Spass mit dem Holztransport. Ich hätte nicht vermutet, dass sich zu diesem offenkundig ironischen Seitenhieb jemand solche Mühe macht. Aber unter den Wiehler Einwohnern feixte man mit diesem Gerücht herum.

Sie scheinen da wohl eher der Gütertransport-Fan zu sein. Wo sind die Tonnagen ? Wer hat Ware zum Transport ? Wieso gibt es keine Transporte mehr seit jetzt wieder fast 2 Jahren ? Ich ziehe meinen Hut vor den Aktiven und Förderern der Wiehltalbahn - diesmal ohne Ironie.

Aber wieso trumpfen die jetzt, wo es darauf ankommt, nicht ständig mit pressewirksamen Transporten auf ? Keine Waggons oder Loks ? Rechtliche Probleme ? Keine Lust oder einfach kein Interesse potentieller Kunden ?

Holt die künftigen Kunden an einen Tisch, legt die Zahlen vor und fangt an, sonst fahren demnächst tatsächlich nur Sommerfrischler aus Köln-Kalk mit einer Draisine von einem Kiosk zum nächsten auf der Wiehltalbahn.

MfG
Dr.Klöbner

Beiträge: 110 | Registriert seit: Okt 2004  |  IP: gespeichert
NicoW
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Benutzer # 1543

Icon 1 erstellt am: 25. August 2006 19:29      Ansicht des Profils von NicoW   Senden Sie eine eMail an NicoW   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo Dr. Klöbner,

dann bin ich ja beruhigt. Sie müssen entschuldigen, das ich vielleicht ein wenig stark angesprungen bin, aber als Wiehltalbahn befürworter hat man es in der Wiehler Gegend nicht alzu leicht. Da wird vieles falsch dargestellt oder einfach die Unwahrheit gesagt.

Zur Zeit wird leider noch kein Holz geschlagen, aber es kommt ja der Herbst, da wird es so denke ich bestimmt wieder Holztransport auf der Wiehltalbahn geben. Im übrigen haben die Bewohner des Wiehltals die Wiehltalbahn sehr stark beansprucht. Über 1300 Passagiere sind schon eine Menge. Ich glaube im übrigen sehr wohl daran, das Leute von Waldbröl nach Wiehl fahren werden und umgekehrt. Im Moment geht es dem Förderkreis auch gar nicht um eine Reaktievierung im SPNV Sinne, sondern ersteinmal darum die Strecke auf Ihrer kompletten Länge zu erhalten und auf Ihr vorerst Tourisikverkehr anzubieten. Damit würde einer späteren Reaktivierung für den SPNV nicht verbaut werden.

Mfg

NicoW.

Beiträge: 4 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Felix Staratschek
Mitglied
Benutzer # 1520

Icon 1 erstellt am: 26. August 2006 10:49      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich habe es für ein Buskonzept für Radevormwald untersucht. Durch eine Liste, in welchen Straßen wieviele Leute wohnen, konnte ich genau ermitteln, wie die Bevölkerungsverteilung hier ist. Fazit für Radevormwald mit 25.000 Einwohnern:

17.000 wohnen im Kernbeereich, 5000 in den Wupperorten und nur 3000 wohnen zerstreut im Land. Für den Südkreis wäre so eine Untersuchung sicher auch sehr interessant. Wahrscheinlich wohnen auch dort die meisten Menschen in Siedlungsschwerpunkten, die direkt per Bahn oder am Tag per Bus und in der Schwachlastzeit per Rufbus oder Sammeltaxi erschlossen werden können.

Auf dem Nahverkehrstag in Bielefeld 1988, auf dessen Teilnehmerliste ich leider keine CDU- Vertreter ausfindig machen konnte, stellte Herr Mackinger vor, wie er die Salzburger Lokalbahn gerettet hat, eine Überlandstraßenbahn mit Güterverkehr. Ein Bsp.: Anfangs setzten wir einen Kleinbus ein, um den Ort besser mit dem Bahnhof zu verbinden, bald wurde ein größerer Bus gebraucht, heute fährt ein Gelenkbus.

Und wenn in Waldbröl die Wiehltalbahn zu weit vom Stadtzentrum endet, dann muß diese eben ein Stuck verlängert werden. http://www.vohgtlandbahn.de zeigt, wie das geht, die Dieseltriebwagen fahren in Zwickau bis ins Zentrum. Beim Karlsruher Modell (u.a. http://www.avg.info ) fahren Straßenbahn auf DB- Gleisen weit ins Umland. In einigen Orten wurden die DB- Gleise verlassen, um ins Ortszentrum zu fahren. Nachahmer dieses Modells gibt es in Saarbrücken, Kassel, Chemnitz, Nordhausen und das Vorbild hätten die Köln-Bonner Eisenbahnen sein können. Auch eine Verlängerung der Wiehltalbahn durch die Fußgängerzone in Gummersbach ist denkbar. In Karlsruhe haben die Menschen dafür gekämpft, das die Straßenbahn in der Fußgängerzone nicht unter die Erde verlegt wird.

Auch mit der Wiehltalbahn läßt sich was machen. Auch wenn akut andere Prioritäten anstehen, die Chancen, das man dies später einmal umsetzen kann, die sollte man sich auf keinen Fall verbauen. ich würde mich freuen, wenn diese Einsicht auch bei den politischen Mehrheiten in Oberberg Fuß fassen würde.

Beiträge: 341 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Miss_Sunflower
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Benutzer # 298

Icon 1 erstellt am: 27. August 2006 16:32      Ansicht des Profils von Miss_Sunflower   Senden Sie eine eMail an Miss_Sunflower   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
durch die fußgängerzone in gm? wo soll da denn bitte platz dafür sein? ic hglaub dagegen werden sic hsehr sehr viele menschen streuben!
Beiträge: 341 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
Dr.Klöbner
Mitglied
Benutzer # 1000

Icon 5 erstellt am: 29. August 2006 14:13      Ansicht des Profils von Dr.Klöbner         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Herr Staratscheck, ich halte die ganze Diskussion für und gegen die Wiehltalbahn auch für eine emotionale Angelegenheit. Ich möchte mich aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sonst habe ich im Forum hier Kassandra gleich wieder "am Hals" mit Vorwüfen der Pauschalierung.

Aber man sollte dennoch mal die Einstellung der einzelnen Parteien zur WB betrachten:

Die CDU ist nahezu durchgehend gegen einen Erhalt der Wiehtalbahn, da man dort nur zum heutigen Zeitpunkt die nüchternen Zahlen liest und den PKW als Statussymbol ohnehin favorisiert. Ein sehr schwacher Landtagsabgeordneter wird sehen, dass er möglichst oft bei Kaffee und Kuchen in der Zeitung zu sehen ist, um bis zur nächsten Wahl zu verhindern, dass der fehlende Charakter und die für ein solches Amt fehlende notwendige Bissigkeit, Bodenständikeit und Heimatliebe den Wählern nicht auffällt. Zudem muss er sich aus den gleichen Gründen bei den eigenen Parteigenpossen profillieren, um dort zumindest als zuverlässiges Stimmvieh ein bischen Anerkennung zu bekommen. Die CDU schaut jetzt und heute, über den Tellerrand reichts nicht.

Die SPD ist sich uneinig. Viele sind für den Erhalt, trauen sich aber kaum, etwas zu sagen. Viele sind dagegen und erhoffen sich so eine Profillierung im Kleinen, wenn man großzügig die Bundeskoalitionsstimmung "selbstlos" übernimmt. Funktionsträger hat die SPD seit dem vergangenen Jahr keine mehr im oberbergischen Kreis, die Einfluss geltend machen könnten. Vielleicht wäre mit der SPD etwas zu machen, wenn sie noch Einfluss hätte. Sie sitzt aber im Fahrstuhl nach unten und streitet darüber, wer den Knopf drückt, wieder nach oben zu kommen. Die CDU lässt die SPD zur Zeit in unbedeutenden Fragen etwas "mitspielen", um es sich nicht ganz zu verderben für den Fall, dass die nächste Wahl schief geht.

Die FDP setzt ihre eigene Farblosigkeit im Schatten der CDU weiterhin fort. Dort schwankt das Spektrum von Gleichgültigkeit bis hin zu gehässiger Wut gegenüber der WB. Als noch nicht feststand, dass die Stadt Wiehl Eigentümerin der Trasse werden würde, überlegte man dort möglicherweise Bodengutachten einzuholen, um die WB mit den in der Konsequenz wahrscheinlichen Sanierungsmaßnahmen finanziell "platt" zu machen.

Die Grünen würden die WB am liebsten bei jeder Fahrt ganz fest umarmen vor Freude. Nicht mehr ganz so naiv wie in den Gründejahren setzt man hier voll auf die WB. Zumindest eine gerade Linie, auch wenn dort wahrscheinlich die Gänze der Angelegenheit nur knapp bis unter die Oberfläche erkannt werden dürfte. Leider kommen die Begründungen und Argumente für den Erhalt in der Öffentlichkeit nicht an, da sie allzu sehr an den Haaren herbeigezogen sind. Die Grünen haben ein gutes Wählerpotential, aber in unserer Region denkbar schlechte Mandats- und Funktionsträger.

Die UWG ist bekanntlich ja keine Partei, sondern eine Abschöpfung und endgültige Ausquetschung frustrierter Wähler. Dort wartet man die öffentliche Diskussion ab und wird dann am Ende entscheiden, auf welcher Seite es bequemer ist.

Sehen Sie bei dieser Lage eine Möglichkeit der Rettung Herr Staratscheck ? Wenn die Öffentlichkeit nicht hinter die WB rückt (Ihr Beispiel: Karlsruhe), könnte jeder Zug der letzte sein. Die Zuschüsse an die WB werden in Kürze eingestellt, da die Zuwendungen für den ÖPNV insgesamt vom Bund gekürzt wurden. Ich vermisse spektakuläre und ausssergewöhnliche Aktionen für alle Wiehler. Wie wäre es mit einer Draisinenstaffel und anschliessender Ausstellung und/oder Familienfest oder ein "Tag im Wiehltal" in Kooperation mit Vereinen entlang der Strecke -dies nur so als spontane Ideen.

Bis zur nächsten Wahl, ist der Weg über die Parteien verbaut. Setzen Sie auf die Öffentlichkeit und die Medien.

MfG
Dr.Klöbner

Beiträge: 110 | Registriert seit: Okt 2004  |  IP: gespeichert
NicoW
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Benutzer # 1543

Icon 5 erstellt am: 29. August 2006 16:35      Ansicht des Profils von NicoW   Senden Sie eine eMail an NicoW   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo Herr Dr. Klöbner,

von welchen Zuschüssen an die Wiehltalbahn reden Sie eigentlich? Nocheinmal zu mitschreiben für alle Wiehler Einwohner: Die Wiehltalbahn bekommt und bekamm keine irgendwelche Zuschüsse für den Betrieb. Der Betrieb und der Erhalt der Strecke wird allein aus den Mitgliedsbeiträgen des Förderkreises und von ein paar wenigen Mitgliedern die Ihr privates Geld dort hineinstecken finanziert. Weder das Land NRW, noch der OBK noch die Anliegerkommunen haben auch nur einen Cent an die Wiehltalbahn gegeben. Der Fahrbetrieb ist nur deshalb überhaupt möglich, weil Eisenbahnfreunde Ihre Freizeit in die Wiehltalbahn investieren.

Haben das jetzt alle verstanden oder muß man das erst in die Wiehler Sturköpfe hineinmeißeln? Jeder noch so kleine Kommunalpolitiker redet von der Förderung des Ehrenamtes. Die Wiehltalbahn besteht nur aus Ehrenamtlern. Sind die weniger Wert wie Sänger oder Mitglieder der Feuerwehr?

Gruß

NicoW

Beiträge: 4 | Registriert seit: Aug 2006  |  IP: gespeichert
Dr.Klöbner
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Benutzer # 1000

Icon 1 erstellt am: 30. August 2006 13:48      Ansicht des Profils von Dr.Klöbner         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo NicoW,

da sieht man einmal wieder, wie sich Gerüchte und Spekulationen festsetzen. Ich war davon ausgegangen, dass direkt durch Zahlungen oder indirekt durch Entlastungen eine Bezuschussung erfolgt.

Dann räumt doch erst einmal mit diesem Vorurteil auf. Viele gehen davon aus, dass die Wiehtalbahn gerade deswegen schon nicht zu retten ist, weil man es künftig nicht mehr finanziert bekommt.

Ansonsten zolle ich den Ehrenamtlichen überaus grossen Respekt und Anerkennung - ehrlich ! Einen solchen Ehrgeiz können auch nur Eisenbahnfreaks aufbringen, denke ich.

MfG
Dr.Klöbner

Beiträge: 110 | Registriert seit: Okt 2004  |  IP: gespeichert
Felix Staratschek
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Icon 1 erstellt am: 31. August 2006 10:49      Ansicht des Profils von Felix Staratschek   Senden Sie eine eMail an Felix Staratschek   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Zur Bahn in der Fußgängerzone:

Es klappt in Karlsruhe, es klappt in Neuss und anderswo. Als Straßenbahn wären 2 Gleise sinnvoll, wenn man mit den Autos auf der Straße fährt, in der Fußgängerzone in Gummersbach würde ein Stichgleis vom Bahnhof zum EKZ oder zur Mitte der Fußgängerzone reichen, auf dem die Dieseltriebwagen in Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Leider kenne ich nicht die genauen Verhältnisse in Waldbröl. Aber für Gummersbach halte ich eine Dieseltram für sehr gut machbar und sinnvoll. Das Verkürzt die Fußwege zwischen Zug und Busbahnhof und Innenstadtzielen enorm! Durch die Schienen weiß jeder Passant, auf welcher Fläche mit einer Bahn zu rechnen ist.

Zum Busverkehr: Ich weiß nicht, ob im Kreissüden eigene Schulbussee existieren oder ob der Schülerverkehr (voll) in den Linienverkehr integriert ist. Die Gemeinde Hövelhof bei Paderborn (absolute CDU- Mehrheit!) hat mit großem Erfolg ihre Schulbusse in einen öffentlichen Ortsbus umgewandelt, der u.a. die Züge der Sennebahn mit dem Umland verbindet. Ein einziger Wagen bleibt außerhalb der Schulzeiten in Betrieb und fährt alle 2 Stunden alle größeren Dörfer an. Das Hövelhofer Modell ist auch unter knappen finanziellen Bedingungen umsetzbar und würde bei einer Bahnreaktivierung auch die Schiene stärken. Orte, wie Lindau, Radolfzell, Sigmaringen, Lemgo, Eichstätt, ... zeigen, das auch in Kleinstädten Stadtbussystem mit dichtem Takt erfolgreich betrieben werden können.

Das die Bahnreaktivierung oder wenigstens der Trassenerhalt z.Z. nicht leicht zu erreichen ist, wie Dr. Klöbner darlegt, ist mir bewußt. Aber genau deswegen habe ich dieses Thema hier begonnen, um weitere Kreise auf dieses Thema zu lenken und die Chancen für den Erhalt der Wiehltalbahn zu steigern.

In Hückeswagen haben wir 2002 nach der Bundestagswahl von der Remscheider Agenda 21 stichprobenartig über 1000 Hückeswagener befragt, ob diese für den Erhalt der Bahntrasse sind. Über 70% sprachen sich dafür aus, das Zukunftspotential Schiene der Region zu erhalten. Zuvor hatte ich als Wahlkämpfer zusätzlich zu einer Unterschriftensammlung auf der Straße gut 100 Leute an den Haustüren befragt und ebenfalls eine deutliches Votum für die Bahn erhalten. Das haben wir auch den Politikern mitgeteilt. Leider wurde dieses demokratische Votum ignoriert und die Zerstörung der Bahnanlagen fortgesetzt, trotz der Lippenbekenntnisse zum Trassenerhalt auf Podiumsdiskusssionen. Das Wiehltal kann sich glücklich schätzen, eine so aktive Initiative zu haben und ich kann allen nur ans Herz legen, bei Gelegenheit öffentlich für die Wiehltalbahn und die ehrenamtlichen Wiehltalbahner das Wort zu ergreifen, damit die Politik aufhört, dem Verein Äste zwischen die Beine zu werfen und endlich die mühevolle Arbeit anerkennt, die hier für eine gute Zukunft des Kreissüdens geleistet wird.

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