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Autor Thema: Wiehler Güterschuppen unter Denkmalschutz??
Kassandra
Mitglied
Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 09. Juni 2004 13:35      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
In Wiehl hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die den Abriss des Güterschuppens am Bahnhof verhindern will.
Nach monatelangen mühevollen Planungen, Gesprächen, Abwägen des Pro und Contra, scheint jetzt auch der Denkmalschützer einsichtig zu sein. Die Ansiedlung des Petzmarktes und die Straßenplanung sind auf dem Weg.
Nun kommen einige Wiehler Bürger mit dem Aufruf, das alles zu verhindern. Man will mit den Politkern verhandeln und eine andere Möglichkeit für die neue Straßenführung vorschlagen.

Ich bin bestimmt für das Recht der Bürger,
ihre Meinung zu sagen und auch Änderungsvorschläge zu unterbreiten. Ob man aber noch ernst genommen wird, wenn man die Bürger nach jahrelanger Diskussion und Planung jetzt zum Protest aufruft? Haben sich die Initiatoren Gedanken darüber gemacht, wieviel Geld die Planung jetzt schon gekostet hat und wer die neue Ausarbeitung bezahlen soll?`
Wie lange sich der Petzmarkt noch gedulden soll, bis er endlich einen geeigneten Standort hat, um dem Einkaufszentrum am Weiherplatz gewachsen zu sein?
Wer so lange pennt, der kann nicht ernsthaft erwarten, noch etwas ändern zu können. Für die in den Sand gesetzten Vorplanungen hätten wir den alten Schuppen vergolden können.

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
Hank
Mitglied
Benutzer # 303

Icon 1 erstellt am: 10. Juni 2004 10:42      Ansicht des Profils von Hank   Senden Sie eine eMail an Hank   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ach, der alte Schuppen - da werden Jugenderinnerungen wach. [Lächeln]
Apropos Petzmarkt: ich steh da grad in Verhandlungen mit einem jungen Herrn wegen eines Skaterparks - was ist denn geplant für das alte Petzgelände?
Das war doch dann frei, oder?

Und das Gebäude bleibt stehen, oder wie?
und was wird aud der Schweine-Disco? [Winken]

Beiträge: 758 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
Kassandra
Mitglied
Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 10. Juni 2004 13:36      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Du stellst Fragen. Für die Schweinebox bin ich noch zu jung. Die kennn ich nur vom Erzählen. Was aus der wird, ist in meiner Gegenwart noch nicht besprochen worden. Aber das heißt gar nichts. Der
Petzmarkt wird sicher nicht zu einer Skaterhalle. Dafür gab es eine Reihe Denkanstöße. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Immer so weit ich weiß

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
Dr.Klöbner
Mitglied
Benutzer # 1000

Icon 5 erstellt am: 22. Oktober 2004 09:31      Ansicht des Profils von Dr.Klöbner         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie kreativ unsere Mitbürger werden, wenn es darum geht, fertige Planungen zu zerreden. Wie man hört, soll die "Initiative zur Rettung des Güterschuppens" bis heute bereits 2.400 Unterschriften gesammelt haben. Da stellt sich doch die ernsthafte Frage, welchen Sinn ein Erhalt dieses Schuppens unter Abwägung aller Interessen hat !?

Was haben die Wortführer den Unterschreibenden denn da alles erzählt ? Jedenfalls kann doch der Erhalt eines "Holzschuppens" nicht ausschlaggebend dafür sein, dass 2.400 Mitbürger im guten Glauben eine im Oberbergischen Kreis einzigartige städtebauliche Entwicklung behindern oder gar aufhalten wollen ???

Wäre dieser Schuppen ein ureigenster Bestandteil des alten Bahnhofgebäudes, könnte man u.U. in gewisser Weise noch historisch-architektonische Gründe finden. Der Schuppen wurde aber nachträglich erst an das Bahnhofsgebäude "angezimmert".

Ein Fahrradverleih, wie es Dr. Herbert Nicke in seinem Buch "Die Wiehltalbahn" vorschlägt, kann wohl nicht als ernsthafter Grund zur Erhaltung angesehen werden.

Also bleibt wirklich die Frage offen: Wofür soll dieser Holzschuppen erhalten bleiben ???

MfG
Dr.Klöbner

[ 22. Oktober 2004, 09:33: Beitrag editiert von: Dr.Klöbner ]

Beiträge: 110 | Registriert seit: Okt 2004  |  IP: gespeichert
Hank
Mitglied
Benutzer # 303

Icon 1 erstellt am: 22. Oktober 2004 09:42      Ansicht des Profils von Hank   Senden Sie eine eMail an Hank   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
entschuldigung, ich bin da nicht so im Bilde, aber ich glaube aus der Diskussion ist noch nicht klar hervorgegangen, warum der Schuppen denn jetzt abgerissen werden soll?
Beiträge: 758 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
chriss
Mitglied
Benutzer # 44

Icon 1 erstellt am: 22. Oktober 2004 10:19      Ansicht des Profils von chriss   Senden Sie eine eMail an chriss   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Original erstellt von Hank:
entschuldigung, ich bin da nicht so im Bilde, aber ich glaube aus der Diskussion ist noch nicht klar hervorgegangen, warum der Schuppen denn jetzt abgerissen werden soll?

 -
Beiträge: 509 | Registriert seit: Aug 2001  |  IP: gespeichert
Günther
Administrator
Benutzer # 2

Icon 1 erstellt am: 22. Oktober 2004 14:59      Ansicht des Profils von Günther   Senden Sie eine eMail an Günther   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Heute habe ich von der Bürgerinititiative für den Erhalt der Güterabfertigung in Wiehl folgende Presseinformation erhalten:

Bürgerbegehren zum Erhalt der Güterabfertigung in letzter Minute gestartet

Wiehl. Die Bürgerinititiative für den Erhalt der Güterabfertigung in Wiehl wird versuchen den in sehr naher Zukunft geplanten Abriss der Güterabfertigung mit Hilfe eines Bürgerbegehrens zu stoppen. Bereits 200 Wiehler Bürger haben sich dem Anliegen des Erhaltes der Güterabfertigung angeschlossen und setzen sich für den Erhalt des Gebäudes ein. Die Initiative weist auf den großen historischen Wert der Güterabfertigung hin, die zusammen mit dem Bahnhof die gesamte südliche Stadtentwicklung geprägt habe. Zukunftsperspektiven für Wiehl, wie die Nutzung als Mobilitätszentrum oder als Kulturbahnhof mit Kleinkunstveranstaltungen gingen der Stadt mit dem Abriss verloren. Ohne eine verkehrspolitische Notwendigkeit opfere man auch je nach Ausführung des Projektes teilweise oder ganz die Zukunftschanchen der Wiehltalbahn. Die Initiative möchte die Stadt Wiehl mit dem Bürgerbegehren in letzter Minute daran hindern viel Geld für ein Projekt auszugeben, das nach ihrer Ansicht verkehrspolitisch einfacher und im Konsens mit allen Bürgern zu haben wäre.
Um das Bürgerbegehren erfolgreich durchführen zu können werden 100 Wiehler Bürger gesucht, die bereit sind jeweils 20 Unterschriften für den Erhalt der Güterabfertigung zu sammeln.
Nur wenn diese bald zusammenkämen und weitere Bürger selber aktiv würden, könne die sinnvolle Nutzung des wertvollen alten Gebäudes noch gesichert werden.
Die Unterschriftenlisten können bei den Homepages der Initiative:
http://www.gueterabfertigung-wiehl.de.vu bzw.
http://p.ro/.gueterabfertigung-wiehl.de
heruntergeladen werden bzw. bei
Hans-Joachim Werner, Lindenbergstrasse 15, 51674 Wiehl, 0160-92392007
bestellt werden.

[ 22. Oktober 2004, 15:02: Beitrag editiert von: Günther ]

Beiträge: 1664 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Dr.Klöbner
Mitglied
Benutzer # 1000

Icon 1 erstellt am: 22. Oktober 2004 22:19      Ansicht des Profils von Dr.Klöbner         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Wertvolles altes Gebäude ? Grosser historischer Wert ? Hunderte dieser Gebäude hat die Bahn seinerzeit im ganzen Land in Billigbauweise errichten lassen, um Stückgut- und Postverkehr abzuwickeln. Allemal "altes Gebäude" wäre hier noch zutreffend. Ein "Mobilitätszentrum" - was auch immer das sein mag - wäre wahrscheinlich ebenso erfolgreich wie in den vergangenen Jahren die Nutzung als Kulturbahnhof mit Kleinkunstveranstaltungen.

Da stellen wir uns dann alle eine paar Räucherstäbchen auf den Fussboden, sitzen drumherum im Schneidersitz und hören aufmerksam dem Kleinkünstler zu. Dieser weiss dann sicherlich davon zu berichten, dass er von einer zerbeulten Fantadose inspiriert wurde, sich grundsätzlich mit dem Werkstoff "Weissblech" zu beschäftigen. So ein Mist ! Ich bitte um Entschuldigung für dieses Klischee, aber eine derart polemische Presseerklärung provoziert förmlich dazu.

Schade nur, dass die voraussichtliche Entwicklung in dieser Angelegenheit keinen Vergleich zulassen wird. Ich wäre sehr gespannt auf die intensive Nutzung des Kleinkünstlerkulturbahnhofes. Welche Künstler wollen denn ernsthaft in einem Holzschuppen ihre Kunst darbieten ? Im Sommer zu heiss und im Winter zu kalt dürfte wohl kaum etwas musikalisches zur Aufführung kommen. Klassische Instrumente sind bei einem solchen Klima nur dann einsetzbar, wenn der Zuhörer der Intonation keine besondere Bedeutung schenkt.

Theaterähnliche Aufführungen dürften wohl an der Geräuschkulisse der - dann immer noch in unmittelbarer Nähe befindlichen - Hauptstrasse scheitern. Abgesehen vom Zuschauer, der im Sommer schwitzt und im Winter friert.

Auch wenn ich mir Vorlesungen oder Bilderausstellungen vorstelle, komme ich leider nicht zu einem erstrebenswerten Zustand. Ich glaube, das kann man auch den Künstlern selber nicht zumuten.

Es wäre folglich wünschenswert, die Karten auf den Tisch zu legen, um einen "Konsens mit allen Bürgern" zu erreichen. Die Aussagen über eine fiktive Nutzung überzeugen nicht wirklich. Auch wenn die Presseerklärung oberflächlich befriedigend formuliert wurde, fehlt es letzlich doch am notwendigen Gehalt der Aussagen.

Ich möchte nicht als Gegener der Wiehltalbahn gesehen werden. Die Opfer und der Einsatz, der von den Mitgliedern erbracht wird, ist sagenhaft. Auch der Erhalt der Bahn (bis Wiehl) erscheint mir durchaus sinnvoll. Aber wer glaubt denn ernsthaft daran, dass jemals wieder ein Gepäckwagen der Deutschen Bahn in Wiehl unsere Fracht aufnehmen wird ?

Auch wenn es schade ist, dass die Bahn keinen höheren Stellenwert mehr bei uns auf dem Lande erreichen wird. Aber deswegen aus Trotz - mitten in Wiehl - gegen alle ökonomische Vernunft einen Holzschuppen erhalten zu wollen, halte ich denn doch für etwas überzogen. Es wäre schön, wenn Herr Werner seine Ausführungen - beispielsweise hier im Forum - konkretisieren würde.

Mfg
Dr.Klöbner

Beiträge: 110 | Registriert seit: Okt 2004  |  IP: gespeichert
Kassandra
Mitglied
Benutzer # 142

Icon 8 erstellt am: 22. Oktober 2004 22:42      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
"Gegen alle ökonomische Vernunft" ist das Stichwort.
Den Wiehlern ist durchaus bekannt, dass es seit vielen Jahren schon Überlegungen gegeben hat, was mit dem Schuppen anzufangen sei und ob es nicht besser sei, ihn abzureißen.
Nun, unmittelbar vor dem Abriss, besinnen sich die Freunde der Güterabfertigung darauf, dass dieser baufällige Schuppen durchaus erhaltenswert ist und initiieren ein Bürgerbegehren .
Ich habe schon an anderer Stelle gefragt, warum die Eisenbahnfreunde - die ja wohl die Veranlasser sind - so lange gepennt haben und jetzt aktiv werden, wo nur gegen alle Vernunft solch ein Begehren der Wiehler Bevölkerung gefordert werden kann.
Ich will nicht alles das wiederholen, was ich vor ein paar Wochen schon geschrieben habe. Die Pläne für die neue Vekehrsführung steht, und ich bin sicher, dass der Schuppen schon in kurzer Zeit der Vergangenheit angehören wird.

Die Vorstellung, dass das baufällige Gebäude für kulturelle Zwecke genutzt werden könne, ist geradezu lächerlich. Welche Art von Kultur sollte da stattfinden? Wer sollte den nötigen Umbau finanzieren? Und vor allem, wer von denen, die jetzt das Bürgerbegehren fordern und unterstützen, würde dann in den geplanten kulturellen Veranstaltungen zu sehen sein?

Ich kann nur hoffen, dass so genug vernünftige und realistische Wiehler gibt, die dieses angepriesene Bürgerbegehren als solches ansehen, was es in Wirklichkeit ist:
ein echter Schildbürgerstreich. [Ha!]

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
Konservativer
Neues Mitglied
Benutzer # 1016

Icon 1 erstellt am: 18. November 2004 01:13      Ansicht des Profils von Konservativer         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Original erstellt von Kassandra:
In Wiehl hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die den Abriss des Güterschuppens am Bahnhof verhindern will.
Nach monatelangen mühevollen Planungen, Gesprächen, Abwägen des Pro und Contra, scheint jetzt auch der Denkmalschützer einsichtig zu sein. Die Ansiedlung des Petzmarktes und die Straßenplanung sind auf dem Weg.
Nun kommen einige Wiehler Bürger mit dem Aufruf, das alles zu verhindern. Man will mit den Politkern verhandeln und eine andere Möglichkeit für die neue Straßenführung vorschlagen.

Ich bin bestimmt für das Recht der Bürger,
ihre Meinung zu sagen und auch Änderungsvorschläge zu unterbreiten. Ob man aber noch ernst genommen wird, wenn man die Bürger nach jahrelanger Diskussion und Planung jetzt zum Protest aufruft?

Auch "nach jahrelangen Planungen" kann man Fehler machen oder Dinge übersehen. Ist die verwendete Zeit ein Ausweis an Qualität?

M.E. hat die Initiative nicht zum Protest aufgerufen, sondern um das Überdenken der Planungen gebeten und hat dafür gute und durchdachte Argumente, wie ich auf ihrer Seite nachlesen konnte:

http://www.gueterabfertigung-wiehl.de.vu
Die Bürgerinitiative hat auch um einen Dialog mit den örtlichen Politikern gebeten.

Zitat:
Haben sich die Initiatoren Gedanken darüber gemacht, wieviel Geld die Planung jetzt schon gekostet hat und wer die neue Ausarbeitung bezahlen soll?`
Es scheint mir so, dass die Bürgerinitiative dies sehr genau und verantwortungsbewußt getan hat. Sie hat sich mit der Finanzierung der städtischen Planungen und den möglichen Alternativen beschäftigt. Ich kann mich jedoch auch täuschen... Auf der Homepage der Bürgerinitiative ist zu lesen, dass allein die Kosten für die Bahnüberquerung mindestens bei 500 000 Euro liegen. Die voraussichtlichen Kosten für die Strassen, den Bahnübergang und die Kosten für den Kreisel werden auf ca. 2.165.000 Euro geschätzt. Die Stadt erhält 65 Prozent der Kosten für den Bau des Kreisels, die Querung sowie für die Strassenbau als Zuschuß aus GVFG-Mitteln. Jedes Jahr wird die Stadt in Zukunft 25 000 Euro an Unterhaltungskosten für die Unterhaltung des Bahnüberganges zahlen müssen, wenn sie sich mit ihren Planungen durchsetzt.
Ich muß der Initiative Recht geben, wenn sie in Zeiten knapper Kassen die Frage stellt, ob eine solches Projekt nicht eine immense Verschwendung öffentlicher Steuergelder darstellt, die wir alle, auch wenn sie nicht von der Stadt Wiehl bezahlt werden, letztlich über Steuern finanzieren müssen.

Zitat:
Wie lange sich der Petzmarkt noch gedulden soll, bis er endlich einen geeigneten Standort hat, um dem Einkaufszentrum am Weiherplatz gewachsen zu sein?
Warum muss sich der Petz denn gedulden?
Es gibt eine gute und grosszügige Anbindung über einen neugeschaffenen Kreisel und er ist über die Wiesenstrasse und Homburgerstrasse gut zu erreichen. Hat denn nicht die Stadt das Zentrum am Weiherplatz geschaffen? Das war doch gewollt, oder nicht? Ist es nicht so, dass die (kleineren?!) Geschäfte am Weiherplatz auch die Konkurrenz des Petzmarktes fürchten müssen? Offengestanden, ich verstehe Ihre Anmerkung nicht.

Zitat:
Wer so lange pennt, der kann nicht ernsthaft erwarten, noch etwas ändern zu können. Für die in den Sand gesetzten Vorplanungen hätten wir den alten Schuppen vergolden können.
Es handelt sich wohl nicht nur um einen Schuppen!
Der wäre aus Holz gebaut. Die Wiehler Güterabfertigung ist jedoch bewußt großzügig und massiv gebaut worden und wurde auf Betreiben der Firma Bergische Achsen sogar entsprechend groß erweitert, so dass man in der näheren Umgebung kaum eine ähnlich dimensionierte Güterabfertigung finden kann.Ich hatte die Möglichkeit sie mir von Innen und aussen anzusehen und die Bausubstanz ist ausgezeichnet!

Ich habe übrigens ein anderes demokratisches Verständnis, was die Möglichkeit der Veränderung angeht. Bürger haben das Recht auch einmal abstinent von der Politik zu sein. Wenn man sich das Geschehen in den Parteien anschaut reizen der Umgang und die politischen Vorschläge nicht gerade zur dauerhaften Mitarbeit. Die Bürger haben zum Glück jedoch zu jeder Zeit das Recht, sich auch wieder in die Politik einzumischen. Eine Meinung kann man ändern, wenn sich andere Argumente als nutzbringend darstellen.
Mir erscheint es in diesem Fall so, als ob die Wiehler Politiker auch in letzter Minute durchaus noch einmal ihre Entscheidung überdenken sollten. Schaden kann so etwas in keinem Fall. Ich kann sie natürlich verstehen, dass sie etwas zurückhaltend reagieren, wenn sie sich schon lange Zeit mit der Frage der Güterabfertigung beschäftigt haben und nun für Sie auf einmal völlig überraschend, eine Gruppe von Bürgern ihre Wünsche und Anregungen kund tut. Sollten wir jedoch bei der vielen Passivität der Menschen nicht dankbar für das Engagement der Menschen für ihre Heimat sein, auch wenn sie in ihren Augen spät kommt?
Im Übrigen gab es meines Wissens auch im Rat schon früher kritische Stimmen zum Abriss des wichtigen Gebäudes, die aber wohl nicht so beachtet worden sind, oder sehe ich dies falsch? Vielleicht hätte
man ja auf sie eher hören sollen?

Als Abschluß möchte ich einmal wie mein Vorgänger ein Bild sprechen zu lassen, dass durchaus für die Notwendigkeit des Erhaltes der Güterabfertigung spricht. Es ist ein altes Wiehler Foto, dass sehr gut zeigt, dass der Bahnhof einschließlich der Güterabfertigung die gesamte südliche Stadtentwicklung geprägt hat. Man zähle einmal die schon vorhandenen Häuser und vergleiche sie mit den jetzt vorhandenen.Demnächst werden wir die historische Entwicklung unserer Heimatstadt in unserem Stadtbild vielleicht nicht mehr wiedererkennen und die Stadt wird an Lebensqualität abnehmen. Doch noch ist es ja nicht zu spät! Ich würde mir nachdenkliche und weise Politiker in unserer Gemeinde wünschen, die so viel Größe haben, auch eine länger vorbereitete Entscheidung beim Aufkommen besserer Argumente noch einmal zu ändern und die das Engagement von Bürgern wohlwollend annehmen, um es zum Wohle der Stadt zu integrieren.

 -

[ 18. November 2004, 02:04: Beitrag editiert von: Konservativer ]

Beiträge: 1 | Registriert seit: Nov 2004  |  IP: gespeichert
Dr.Klöbner
Mitglied
Benutzer # 1000

Icon 5 erstellt am: 22. November 2004 00:08      Ansicht des Profils von Dr.Klöbner         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich bin fassunsglos. Nicht nur wegen des Konservativen. Ich halte es für eine immense Verschwendung privater Gelder, Postwurfsendungen dieser Art an alle Wiehler Haushalte zu verteilen. Es fällt mir allerdings immer noch schwer, herauszufinden, welche Intention Werner & Co. tatsächlich haben.

Ständig ist die Rede von historisch wertvollen Gebäuden, Rückbau von Schienen und vergebenen Chancen für einen effektiven Bahnbetrieb. Dafür herhalten muss jetzt sogar das tragische Unglück auf der Weiershagener Autobahnbrücke. Pfui ! Jeder Unfall ist schrecklich, aber unter dem Strich war es ein Unfall, wie er zu tausenden jährlich passiert. Wenn ich an das Eisenbahnunglück in Meschede denke, müsste ich sagen: Bloß weg mit den Schienen ! Das wäre aber ebenso geschmacklos, also lassen wir das.

Die erneute Renaissance des Themas "Leere öffentliche Kassen" scheint der Aufhänger dafür zu sein, dass die Kosten der geplanten städtebaulichen Entwicklung in Wiehl als Hauptargument herhalten müssen. Wie sähe unser Land wohl aus, wenn das Kostenargument in den vergangenen 200 Jahren immer eine Rolle gespielt hätte ? Könnte man den volkswirtschaftlichen Nutzen und die positiven Impulse für unsere Stadt heute bereits in Beträge fassen, käme uns allen die von Herrn Werner - im Übrigen durchaus korrekt dargestellte - Finanzierung der Maßnahme vor, wie eine Portokasse.

Ich möchte daher noch etwas Zeit verwenden, auf die aufheiternden Möglichkeiten einer künftigen Nutzung des Holzschuppens einzugehen, die uns vorgeschlagen wurden:

1. "Mobilitätszentrum": Ein Schlagwort wird hier zum Programm. Was ist ein Mobilitätszentrum ? Handelt es sich nicht eher nur um eine verheissungsvolle Bezeichnung, hinter der sich nur heisse Luft verbirgt ?

2. "Zentrum für den Touristikbereich": Für welche Touristen denn ? Soll da Personal eingesetzt werden ? Wieviele Touristen müssen denn kommen, um eine Vollzeitstelle zu amortisieren ? Wer organisiert das ? Was ist denn breits unternommen ?

3. "Historische Informationen abrufen": Dieses Argument kann doch nur ein Scherz sein. Um Informationen zur Postkutsche und zu Hohlwegen zu bekommen, soll dieser Schuppen stehenbleiben ??? Wieviele Leute benötgen diese Informationen denn kurzfristig, wenn sie zufällig als Touristen in Wiehl anhalten, in der Hoffnung, vielleicht besonders sehenswerten Hohlwegen zu begegnen ? 20 ? 30 ? 100 ? Hält jemand höhere Zahlen für möglich ? SOllen die Auskünfte etwas kosten ? Wer stellt das Personal ?

4. "Fahrräder ausleihen": Das könnte es doch sein. Wir starten einen bundesweiten Werbefeldzug: "In Wiehl könnt Ihr Fahrräder am Bahnhof ausleihen." Ich gehe davon aus, dass der Erfolg dazu führen wird, dass der Holzschuppen einem Hotel weichen muss, damit wir den zahlreichen Touristen Quartier bieten können.

5. Jetzt kommts: "Reisegeschäfte tätigen": Was ist denn "Reisegeschäfte tätigen" ? Proviant kaufen, oder Fahrkarten, oder nur Beratung ? Fremdenführer mieten, oder eine Kreuzfahrt buchen, oder ist gar der Gang zur Toilette gemeint ? Möglicherweise reicht auch hier meine Phantasie wieder einmal nicht aus.

6. "Einladende Wartehalle für Reisende": Alle, die bisher in Wiehl auf ihre Anschlusszüge oder -flüge warten mussten, die zahlreichen Fahrgäste des ÖPNV, die auf die Weiterfahrt warteten, die Wanderer, die auf dem Weg von Köln ins Sauerland waren und die erschöpften Autofahrer, die am Bahnhof in Wiehl Kurzweil und Erholung herbeisehnten können sich dann in eine einladende Wartehalle setzen - Wiehl wird berühmt. Alle bisherigen Neider werden viel Spass dabei haben !

7. "Snackbereich": Vielleicht gelingt es uns, Mc Donalds oder Burger King zu gewinnen, vielleicht sogar Feinkost Käfer. Denn ansonsten verbinde ich den Begriff Snackbereich unweigerlich mit teuren Brötchen zu unmöglichen Öffnungszeiten.

8. "Güterumschlagplatz": Die Hoffnung stirbt zuletzt ! In Zeiten von "Just in Time"-Produktion und der Ausrichtung unserer Bahn auf Wirtschaftlichkeit kann ich mich nur wiederholen: Kein Güterwagen wird jemals wieder in Wiehl beladen werden.

9. "Kulturzentrum": Auch wieder so ein Begriff, der Effektivität vortäuschen soll. Hierzu habe ich mich bereits ausführlich geäussert. Neu ist allerdings die Aussage von Werner & Co., dass es Interessenten hierfür zu geben seint ? Gibt es sie nun, oder nicht ? Wozu und wer ? Trägt er die Kosten ?

Das Thema wird uns wahrscheinlich noch eine Weile beschäftigen. Ich bin auf die ersten Argumente gespannt, die Sinn machen und nicht den faden Beigeschmack von profillierungssüchtigen und ewig Gestrigen haben.

Damit soll es für heute genug sein.

MfG
Dr.Klöbner

Beiträge: 110 | Registriert seit: Okt 2004  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 1 erstellt am: 22. November 2004 00:40      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Dringend zu überlegen wäre auch der Umstand, wie es sich vereinbaren lässt, dass einerseits Kulturen "aufrechterhalten" und "aufgebaut" werden, siehe Drabenderhöhe - siebenbürgische Tradition, Bau des Turmes, usw. und dass andererseits gegen den Wunsch einiger Wiehler Bürger sozusagen ein "Denkmal aus früherer Zeit" - hier der Wiehler Güterschuppen abgerissen bzw. "entfernt" werden soll.

Man sollte versuchen, die Interessen aller hier lebenden Bürger besser miteinander zu vereinbaren. Mein Augenmerk richtet sich hier ganz klar an unsere Wiehler Politiker.

Ob sie mir diese Frage beantworten können?

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Kassandra
Mitglied
Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 22. November 2004 13:21      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Birgit, ich meine, den neuerrichteten Turm in Drabenderhöhe mit dem Erhalt des alten Schuppens gleichzusetzen, sei fehl am Platz. Die Interessen aler Wiehler Bürger auf einen Nenner zu bekommen, ist aussichtslos. Du weißt, dass ich deinen Unmut über den Turm in Drabenderhöhe teile, aber die Diskussion um den alten Schuppen läuft doch auf einer anderen Ebene.
Ich weiß, dass viele Wiehler über die "Schuppenaktion" den Kopf schütteln. Unser Herr Doktor hat Recht, wenn er fragt, ob es gerechtfertigt sei, soviel Geld für eine jetzt auch durch die Post zugestellte Bürgerinformation zu verschwenden. Der Aufruf, Geld auf das Konto des Herrn Werner zu überweisen, halte ich schlicht für eine nicht zu überbietende Naivität.

Dem Foto könnten wir sicherlich noch andere anfügen, die auch beweisen, wie "schön" Wiehl einmal war: ohne die Bebauung des Sonnenhangs, der Warth und der Engelhardt. Natürlich gibt es auch neuzeitliche Verunstaltungen, die sich nicht mehr ändern lassen. Unter dem Strich aber sieht es doch so aus, dass die Stadt Wiehl in der kulturellen wie wirtschaftlichen Entwicklung bisher den richtigen Weg gegangen ist. Und so wird es auch hoffentlich bleiben.

Soviel mir aus der Ratssitzung bekannt wurde, steht das Thema Erhalt des Schuppens bei der Stadt Wiehl nicht mehr zur Diskussion. Die Entscheidung ist längst gefallen.

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 1 erstellt am: 22. November 2004 14:49      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ja, ich muss zugeben, dass der rote Zettel des Bürgerbegehrens irgendwie mit den Tageszeitungen im Alt-Papier gelandet ist...

Aber Kassandra, warum darf ich keine Vergleiche anstellen, warum ist die "Schuppen-Aktion" mit Erhalt von Kultur nicht zu vergleichen?
Es ist doch ein Objekt frührer Zeiten... mir ist es jedenfalls unverständlich, dass einerseits einige Bürger fast unbemerkt alles durch den Stadtrat bringen, wo andere erst Bürgerinitiativen gründen müssen...

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
wiehler2004
Mitglied
Benutzer # 992

Icon 1 erstellt am: 22. November 2004 19:55      Ansicht des Profils von wiehler2004     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
"der rote Zettel des Bürgerbegehrens irgendwie mit den Tageszeitungen im Alt-Papier gelandet ist..."

Welcher rote Zettel wurde denn da verteilt?

wiehler2004

Beiträge: 48 | Registriert seit: Sep 2004  |  IP: gespeichert


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