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Autor Thema: Ausverkauf der Demokratie?
Kokeltaler
Mitglied
Benutzer # 725

Icon 1 erstellt am: 09. Juni 2004 13:39      Ansicht des Profils von Kokeltaler         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Dem geschassten Bundesagentur-für-Arbeit-Chef Florian Gerster wurden Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe millionenschwerer Beratungsverträge neben anderen Verfehlungen zum Verhängnis. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff bezichtigte die Beraterbranche, vielfach durch Seilschaften und Kartelle zu lukrativen Aufträgen zu kommen.

Witschaftsjournalist u. Rechtsanwalt Rainer Steppan wirft in seinem Buch „Versager im Dreiteiler – Wie Unternehmensberater die Wirtschaft ruinieren“ vielen Consultans vor, eine Truppe von Blendern zu sein. McKinsey, laut Eigenwerbung eine „Gemeinschaft von einzigartigen Talenten“, bezeichnet er „Brutstätte für einzigartige Versager“. Smarte „Worthülsenverdreher“ ließen Herlitz, Swissair oder Holzmann gut beraten in die Pleite rauschen. Inzwischen gerate verstärkt der Mittelstand ins Fadenkreuz der Honorarjäger, aber auch Organisationen wie das Rote Kreuz oder die Kirche. Und besonders staatliche Einrichtungen seien attraktiv. „Die Consultans sitzen doch bereits auf dem Schoß vieler Politiker.“ Steppan befürchtet eine große Abzockerei im öffentlichen Dienst.

Wichtige politische Entscheidungen sollten nicht außerhalb der gewählten Gremien gefällt werden. Derzeit kommen kaum Veränderungen zu Stande, ohne von Industrie u. Lobby abgenickt zu werden. Die Demokratie wird von der Übermacht der Lobby beschädigt.

[ 21. Juli 2004, 23:48: Beitrag editiert von: Kokeltaler ]

Beiträge: 178 | Registriert seit: Jul 2003  |  IP: gespeichert
TnT
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Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 10:21            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Bevor man das Kreuzchen bei der Europawahl macht, sollte man sich das hier nochmal verinnerlichen:

-> http://webshop.ffii.org/

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Hank
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Benutzer # 303

Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 11:03      Ansicht des Profils von Hank   Senden Sie eine eMail an Hank   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hi TNT, sag doch vielleicht ein paar Sätze dazu. Wer nicht vom Fach ist, wie ich, hat Verständnisschwierigkeiten.
Beiträge: 758 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
TnT
unregistriert


Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 18:45            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Es geht darum, das die EU bestrebt ist, Patente für einzelne Algorhytmen oder sogar Worte zu vergeben.

So wie in Deutschland bspw. das Wort "WEBSPACE" geschützt ist, soll bald bspw. die reine Anordnung von Symbolen oder bestimmte Funktionen unter Patent stehen. Die entsprechenden Patente sind oftmals bereits vergeben (nicht nur beantragt, vergeben!!) aber noch nicht rechtskräftig.

Der Schaden durch ePatente wäre enorm, denn welches Mittelständische oder Kleinunternehmen hat erstens die Mittel und zweitens auch die zeitliche Möglichkeit jede Webseite oder ein Programm auf mögliche Patentsverletzungen zu untersuchen? Von freier Software mal ganz zu schweigen. Die ganze Macht darüber läge wieder bei den Großunternehmen die viele Patente haben und so durch Tausch-absprachen mit anderen Patentinhabern immer noch alles produzieren können, die MIttelständler bleiben jedoch auf der Strecke.

Leider ist die EU wie in allem anderen NICHT IN DER LAGE die Tragweite ihrer Entschlüsse zu Überblicken, deswegen gehört dieser Stümperverein sowieso längst verboten.

"Wählt die TNT-Partei" - Wir brauchen keine Sicherheit auf Kosten von Freiheit!

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Hank
Mitglied
Benutzer # 303

Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 22:57      Ansicht des Profils von Hank   Senden Sie eine eMail an Hank   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Tja, das haben kapitalistische Systeme so an sich, daß nur die ohnehin schon Dicken profitieren und - nimmersatt ohne Ende - den Kuchen unter sich aufteilen. Und darüberhinaus auch am liebsten unter sich bleiben.
Man kennt sich, man hilft sich. [Enttäscht]

Beiträge: 758 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
Kassandra
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Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 23:09      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Es wäre blauäugig, darauf zu hoffen, dass dieses Gemauschel irgendwann ein Ende nähme. Wer auch immer Einfluss nehmen kann, bestimmt weitgehend die Politik. Ob die Waffenlieferanten in Amerika beim Irakkrieg, die Gewerkschaften,deren Führungskräfte ihre Daseinsberechtigung nachweisen müssen, wer auch immer. Aber übersieh nicht, T.N.T., dass man nicht alles haben kann. So bedauerlich es auch ist, es gibt keine vernünftige Alternative zu einem vereinten Europa.

Und Hank, Kapitalismus? Was willst du dem entgegenstellen? Sozialismus Stalinistischer Prägung, einen Arbeiter- und Bauernstaat? Die reale Alternative zu dem, was du als Kapitalismus bezeichnest, heisst heute mehr denn je Diktatur.

[ 11. Juni 2004, 23:15: Beitrag editiert von: Kassandra ]

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
Hank
Mitglied
Benutzer # 303

Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 23:11      Ansicht des Profils von Hank   Senden Sie eine eMail an Hank   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Deshalb gehen wir guten Demokraten auch mit ebenso gutem Beispiel voran und wählen am Sonntag selbstverständlich.
Ich geh übrigens i m m e r wählen, hier in meiner süßen kleinen Gemeinschaftsgrundschule, ist sehr nett.
Wirklich.

Beiträge: 758 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
Kassandra
Mitglied
Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 23:18      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Das habe ich auch von dir erwartet, Hank. Alle halbwegs intelligenten Menschen gehen wählen, sollte man meinen. wer nicht wählt, hat auch kein Recht, zu meckern und überhaupt mitzusprechen. Da Radikale grundsätzlich wählen gehen, kommen die nicht abgegebenen Stimmen denen zugute. Aber wem sage ich das?
Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
TnT
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Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 23:22            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich gehe natürlich auch, hab mich aber noch nicht auf NPD, Grauen Panther oder REPS festgelegt.... [Breites Grinsen]
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Kassandra
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Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 23:29      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Wie wäre es mit den Grauen Panthern, T.N.T.? Da könntest du mit deinem Charme das Rudel der zahnlosen Raubkatzen bald anführen.

[ 11. Juni 2004, 23:29: Beitrag editiert von: Kassandra ]

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
TnT
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Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 23:36            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hmm, ich wollte doch meine eigene Partei gründen...wenn ich später Tyrann auf Lebzeiten bin brauchen wir eh keine Parteien mehr *g*
Nee, aber mal ernsthaft, meiner "Stammpartei" kann ich die Stimme für Europa eigentlich nicht geben, den gesamten "Großen" eigentlich nicht, denn für mich, BRAUCHEN wir kein vereintes Europa und keine gemeinsame Währung. Da reicht ein einfacher Friedens und Handelsvertrag.
Ich brauche keine globale Kontrolle meiner Persönlichkeit! Und genau da steuern wir hin, immer schön hinter der tollen Wirtschaft und dem "Frieden" hinterher....

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Kassandra
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Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 11. Juni 2004 23:45      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
T.N.T., die sogenannten Friedensverträge waren über Jahrhunderte das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wurden.
Verträge allein nützen absolut nichts und dienen oftmals als Vorwand, sich gegenseitig die Schuld an einem Bruch vorzuwerfen und die politische Auseinandersetzung zu rechtfertigen.
In der Politik gibt es kein gegenseitiges Vertrauen und keine Zusicherung, die nicht aus staatlichen oder gar persönlichen Interessen gebrochen werden können. Es geht um mehr als Handel: es geht um Frieden, der nicht so selbstverständlich ist, wie er eurer Generation Gott sei Dank zu sein scheint. Es gibt nur eine Lösung: ein demokratisches, freiheitliches, vereintes Europa, in dem nationale Interessen und nationale Vorherrschaften nichts mehr zu suchen haben.

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
TnT
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Icon 1 erstellt am: 12. Juni 2004 00:26            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Kass, aus dem Zeitalter, in dem Krieg eine Sache des Herkunftslandes war, sind wir doch heraus. Der Krieg findet heute überall statt, von der Stattsgewalt gegen die Bürger, unter ethnischen Gruppen und in der Wirtschaft. Da hilft keine EU. Wir zerfleischen uns selber, werden von den Regierungen dumm gehalten und gegen das Allgemeinwohl über die Köpfe hinweg entschieden. Was früher Monarchen und Kaiser taten, passiert heute in Wirtschaftskonferenzen.
Was bedeutet denn schon Leben, wenn man keine Freiheit hat? Und genau diese wird uns mit jedem Tag den wir uns in der EU "näher" kommen mehr geraubt. Jeder Anschlag gegen die "zivilisierte Welt" ist ein neuer Grund die totale Überwachung weiter voranzutreiben und niemand schreit auf!
Es wurden bereits unzählige Filem und Bücher zu diesem Thema veröffentlicht, aber scheinbar sind die Menschen schon heute zu dumm, um eine Botschaft wie sie offensichtlicher nicht sein kann, zu erkennen und bewerten alles nur nach dem Unterhaltungswert.

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TnT
unregistriert


Icon 1 erstellt am: 08. Juli 2004 17:07            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Juhu, gebt uns den Überwachungsstaat [Wütend]

Polizeigewerkschaft will mit Gendatei tausende Straftaten aufklären

Berlin (dpa) - Mit einem Ausbau der Gendatei könnten nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zehntausende Straftaten in Deutschland aufgeklärt werden. «Dies hat zur Folge: Wir brauchen auch mehr Personal», sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg in einem dpa-Gespräch mit Blick auf den Fall des mutmaßlichen Serienmörders Michel Fourniret. «Schon die bisherigen Daten haben ungeheuer viele Erfolge gebracht, spektakuläre Mordfälle konnten nach Jahrzehnten gelöst werden», sagte Freiberg.


© 2004 DPA
Genanalyse

Doch die Datei sei zu klein. Freiberg erklärte, die Behörden dürften nur bei schweren Verbrechen und nach richterlicher Zustimmung die so genannten genetischen Fingerabdrücke festhalten. «Wir haben einen Deliktkatalog als Voraussetzung, der nicht ausreichend ist.» Er sprach sich dafür aus, auch bei kleineren Verbrechen die biometrischen Daten der Täter zu erfassen. «An vielen Tatorten gibt es keine Fingerabdrücke, aber Blut, Speichel, Sperma, Haare oder Hautreste findet man sehr häufig.»

Zur Zeit sind in der Datei 300 000 DNA-Muster gespeichert. Diese Zahl möchte Freiberg deutlich vervielfachen. Kritikern, die den Datenschutz gefährdet sehen, entgegnete er: «Der Begriff "genetischer Fingerabdruck" ist eigentlich falsch.» Persönliche Daten würden in der Datei verschlüsselt und nicht an Polizeibeamte weitergegeben. «Die Polizei hat keinen Zugriff auf Informationen über Erbanlagen.»

Freiberg sagte, die Gendatei sei das wichtigste Beweismittel seit Bestehen der Bundesrepublik, jetzt solle sie auch mit den Datenbanken andere europäischer Länder verknüpft werden. «Meistens kommt in der inneren Sicherheit erst etwas voran, wenn die Öffentlichkeit aufmerksam ist - so wie jetzt angesichts der belgischen und französischen Kinderschänder.»

[ 08. Juli 2004, 17:56: Beitrag editiert von: T.N.T. ]

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Kokeltaler
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Benutzer # 725

Icon 9 erstellt am: 21. Juli 2004 23:45      Ansicht des Profils von Kokeltaler         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
"Unternehmer müssen ihren Gewinn maximieren und nicht patriotisch sein." (Hans-Werner Sinn, Unternehmensberater) [Enttäscht]
Beiträge: 178 | Registriert seit: Jul 2003  |  IP: gespeichert


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