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Autor Thema: Nahost - Forum in Wiehl
TnT
unregistriert


Icon 1 erstellt am: 26. März 2002 00:49            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich hab leider auch momentan wenig Zeit mir die erforderliche Fakten zusammenzusuchen, aber ich meld mich wieder, wenn ich etwas habe. Das Thema wird sich sicher nicht von heut auf morgen erledigen, und wenn wär's dann auch egal..

------------------
Let there be light...sound...drums...guitar...
Let there be rock!!


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Kassandra
Mitglied
Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 26. März 2002 13:34      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo TnT,
es wäre schön, wenn sich das Thema schnell erledigte, weil es keinen Anlaß zur Diskussion mehr böte. Wie sehr wünschen wir uns das, aber im Augenblick sieht es so aus, als könne man sich nicht einmal darauf einigen, ob Arafat nach Beirut fahren darf oder nicht. Das ist doch beschämend und demütigend für Arafat. Es sollte mich nicht wundern, wenn die Araber deshalb nicht bereit wären, Sharon dabei haben zu wollen.
Warten wir es ab.
Kassandra

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
TnT
unregistriert


Icon 1 erstellt am: 22. April 2002 23:10            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
WAS WAR ZUERST, TERROR oder EROBERUNG?

Immer wieder behaupten Araber und PalästinenSer, dass die jüngste Terror-
Welle dass Resultat der israelischen Eroberuneg des Westjordanlandes und
des Gazastreifens sei, und dass ein Waffenstillstand erst dann eintreten kann,
wenn Israel die gesamten besetzten Gebiete verlassen hat. Unterdessen geben
extreme Gruppen, darunter Hamas, Dschihad Halslami und die Hisb-Allahs öffent-
lich bekannt, dass sie den Kampf gegen Israel nicht aufgeben werden, bis der Judenstaat
vernichtet ist. Doch wer die israelisch-palästinensische Geschichte in den letzten
hundert Jahren verfolgt hat, weiss, dass der palästinensische und arabische Terror
gegen Juden bereits vor der israelischen Staatsgründung 1948 ausbrach,
also viele Jahre vor 1967, als die sogenannte West Bank,
der Gazastreifen und die Golanhöhen im Sechstagekrieg erobert wurden.
So tobte in den Jahren 1920-21 zügelos eine arabische Terrorwelle im
Land, auch während der Unruhen 1929, in deren Verlauf die jüdische Gemeinde
in Hebron überfallen wurde und über 60 Juden ihr Leben verloren. Später
folgte die arabische Revolte der Jahre 1936-39 und viele Terrorwellen bis zur
Staatsgründung. Mit der UN-Resolution 181, die das Land in zwei Staaten -
Palästina und Israel teilte, weitete sich der arabische Terror in einen
arabischen Krieg aus, da Israels Feinde den UN-Beschluss ablehnten.
Am folgenden Tag der israelischen Staatsgründung, dem 15. Mai 1948, griffen
fünf arabische Armeen den neuen Judenstaat an.

Obwohl Israel den Unabhängigkeitskrieg 1948 gewann, liess der arabische
Terror gegen Israel nicht nach. Israel hatte in den darauf folgenden 19
Jahren. bis 1967 noch keine Gebiete besetzt. 1952 registrierte Israel aber
dennoch über 3.000 Terrorangriffe der arabischen Fadayeen-Terroristen an
Israels Grenzen. In den Jahren 1951 - 55 sind 503 Israelis durch arabische
Terroranschläge an der jordanischen Grenze ums Leben gekommen. An der
ägyptischen Grenze starben in diesen Jahren 358 Israelis und an der syri-
schen und libanesischen Grenze belief sich die Zahl der israelischen Todesop-
fer auf 61. Diese Terroranschläge galten in den meisten Fällen unschuldigen
Israelis, hauptsächlich Neueinwanderern, die in Kibbuzim und Städten
lebten. Daher ist die arabische Behauptung, dass die jüdischen Siedlungen,
Jerusalem und die besetzten Gebiete als Ursachen für den Unfrieden im Nahen
Osten zu sehen sind, eine Lüge. Der arabische und palästinensische Terror
brach bereits 50 Jahre vor der Eroberung der sogenannten besetzten Gebiete
aus, daher wird ein israelischer Abzug aus diesen Gebieten keinen Frieden
garantieren. Das ganze ist nur eine arabische Ausrede, um das Land von den
Juden zurückzuerhalten, das sie in den Kriegen gegen Israel verloren haben.
Der israelische Regierungssprecher zählte über 60 blutige Terroranschläge
in den Jahren zwischen 1948 bis 1967. Dafür kann niemand die jüdische Sied-
lungspolitik in den besetzten Gebieten verantwortlich machen. Am 1. Januar
1952 töteten sieben arabische Terroristen eine 19-jährige Jüdin in ihrer
Jerusalemer Wohnung. Am 17. März 1954 überfielen Terroristen einen Bus in der
Negev-Wüste, der von Eilat nach Tel Aviv unterwegs war, erschossen den
Busfahrer und verletzten alle Passagiere. Am 11. April 1956 eröffneten
Terroristen auf eine mit Menschen gefüllte Synagoge in Schafrir Feuer
und töteten drei Kinder und einen Jugendlichen. Am 4. Oktober 1956
wurden fünf israelische Arbeiter südlich vom Toten Meer. bei Sodom, von
Terroristen erschossen. Am 17. November 1958 erschossen Terroristen aus
Syrien die Frau des britischen Attachés in Israel auf dem Berg der
Seligpreisungen. Nicht die besetzten Gebiete sind das Problem im Nahen Osten,
sondern der Judenstaat Israel und zu allen Zeiten finden die arabischen
Feinde eine passende politische Ausrede gegen Israel, die leider vom
Westen kritiklos geschluckt wird. Zuerst waren es die Kibbuzim,
dann die Staatsgründung Israels, heute ist es die jüdische Sied-
lungspolitik. Ein Abrücken Israels aus den besetzten Gebieten wird keine
Ruhe garantieren können. Dies hat auch der israelische Truppenabzug aus dem
Südlibanon vor zwei Jahren uns trotz Versprechungen seitens der UNO gezeigt.


------------------


Nicht alle Palästinenser stehen hinter Arafat. "Es tut mir leid zugeben zu
müssen, aber Arafat ignoriert uns, sein eigenes Volk", sagte uns ein
palästinensischer Bürgermeister südlich von der jüdischen Siedlungsstadt
Maale Adumim. "Anstatt unser Leid zu vermindern, nutzt Arafat unser
Leiden für propagandistische Zwecke aus. Glaub mir, die Mehrheit der
palästinensischen Bevölkerung hasst Arafats Politik. Arafats wirksamste
Waffe gegen euch ist das palästinensische Blutvergiessen. Wir gehen ihn
nichts an!"


(NAI - April 02)


Solten irgenwelche unleserlichkeiten im Text sein, liegts an der Texterkennung vom Scanner...


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cb

Benutzer # 139

Icon 1 erstellt am: 29. April 2002 22:03      Ansicht des Profils von cb     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo TnT,

habe erst heute deinen beitrag gesehen, dachte schon, es tut sich hier nichts mehr.

Ja, was soll man zu den ausführungen sagen...? Ist sicher einiges richtig und eine menge ergänzungsbedürftig im hinblick auf die antworten, die zu einzelnen vorwürfen von arabischer seite gegeben würden. Das problem liegt nach wie vor darin, dass es eine objektive wahrheit in komplexen sachzusammenhängen nicht gibt. Jeder, jede seite hat ihre ganz persönliche sichtweise und es wäre grundfalsch, die taten arabischer extremisten dem volk der palästinenser an sich anzulasten. Sind denn alle deutschen nazis und abgrundtief schlecht, nur weil wir als volk eine nationalsozialistische vergangenheit haben und auch heute noch eine ganze reihe leute herumlaufen, die sich als neonazis bezeichnen und fühlen?
Bringt es etwas, die terrorakte beider seiten gegeneinander aufzurechnen und darauf schuldzuweisungen zu begründen? Auch die Israelis hatten ihre terrororganisationen in den jahren vor und nach der staatsgründung. Ein jüdischer arzt aus der siedlung Kirijat Arba drang in die moschee Hebrons während des gottedienstes vor einigen jahren ein und erschoss fast 30 menschen dort. Selbst jüdische zeitungen schrieben vor der intifada über ermordungen arabischer bauarbeiter anlässlich ihrer arbeitstätigkeit in jüdischen wohnviertel Jerusalems. Ist es richtig, dass araber nach israelischen todeslisten im in- und ausland gezielt ohne gerichtliche untersuchung liquidiert werden, nur weil sie angeblich terroristen sind oder leitende funktionen im apparat haben? Was ist von vielfach belegten äusserungen selbst israelischer regierungsmitglieder zu halten, die wir, wenn wir nicht wüssten, woher sie kommen, schlicht als faschistoid bezeichnen müssen. Und was schliesslich soll man davon halten, dass erst das oberste israelische gericht, das selbst folter durch die militärbehörden sanktioniert hat, immerhin verfügte, dass die armee nicht einfach die leichen in Dschennin und anderswo beseitigen dürfe sondern an die palästinenser herausgeben müsse?
Das gegenseitige aufrechnen bringt nichts. Bei der lösung von konflikten kommt man keinen schritt weiter, wenn jeder auf seinem standpunkt beharrt und nur seinen vorteil und nicht das gemeinsame interesse sucht. Das gemeinsame interesse beider völker zb wäre die entwicklung der region auch für den tourismus, wäre die entwicklung von handel, von landwirtschaft, agrarproduktion. Jetzt haben alle nur nachteile und enormen wirtschaftlichen schaden, vom blutzoll gar nicht zu reden.
Deshalb müssen wir weg von den gegenseitigen vorwürfen und hin zum blick auf die perspektiven der zukunft. Ohne gegenseitigen respekt wird es aber nicht gehen. Und da bleibt auf beiden seiten noch viel zu lernen.
Auch der Balkan ist noch lange nicht befriedet, aber es herrscht zumindest kein krieg mehr.
Gegen eine these in dem bericht möchte ich jedoch entschieden einspruch erheben. Es ist nicht wahr, dass die Europäer sklavisch jeden arabischen vorwurf ungeprüft nachbeten. Im Gegenteil - die letzten 50 jahre nach dem krieg haben die Deutschen kein kritisches wort über Israel verloren und die anderen europäischen staaten nur höchst vorsichtig. Aber seit Israel als militärnation seine politische unschuld verloren hat, hört die zurückhaltung auf und Israel muss sich der öffentlichen kritik wie andere staaten auch stellen. Ich sehe zb absolut keinen grund kritik an einem einstimmigen uno-beschluss zu erheben, nach dem die vorgänge im flüchtlingslager Dschennin untersucht werden sollen. Im gegenteil, m.e. ist die art, wie sich die derzeitige regierung Israels über die weltgemeinschaft hinwegsetzt und bedingungen zu diktieren versucht, schon äusserst bedenklich. Glaubst du denn wirklich, dass sich alle anderen völker und regierungen irren müssen und nur die "bösen" Araber schuld sind??

cb


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Gandalf
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Benutzer # 153

Icon 1 erstellt am: 30. April 2002 20:37      Ansicht des Profils von Gandalf     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Original erstellt von cb:
Hallo TnT,

Ich sehe zb absolut keinen grund kritik an einem einstimmigen uno-beschluss zu erheben, nach dem die vorgänge im flüchtlingslager Dschennin untersucht werden sollen. Im gegenteil, m.e. ist die art, wie sich die derzeitige regierung Israels über die weltgemeinschaft hinwegsetzt und bedingungen zu diktieren versucht, schon äusserst bedenklich.
cb


Dem kann ich nur zustimmen. Genauso bedenklich finde ich jedoch die offensichtliche Rückendeckung, die Israel bei diesem Vorgehen von den USA erhält. Ohne deren Zustimmung könnte die Arbeit einer UN-Kommission nicht so ohne weiteres verhindert werden! Vielleicht trägt deshalb derzeit die USA den 'größeren Teil' der Verantwortung, weil sie ihre Macht zu undemokratischen letztendlich die Situation verschärfendem Handeln mißbraucht.
Gandalf


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cb

Benutzer # 139

Icon 1 erstellt am: 30. April 2002 21:38      Ansicht des Profils von cb     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Da, Gandalf, bin ich mir allerdings nicht so sicher. Der beschluss wurde von den USA mitgetragen und sie stehen unter druck. Und Israel ist inzwischen zu stark, um einfach gezwungen zu werden. Sonst wäre Powell nicht mit leeren händen nach hause zurückgekehrt. Die berichte jedenfalls, die selbst unabhängige US bürger über die botschaft nach hause schicken über greueltaten, berichte Uri Avneris, Israeli und friedenskämpfer über die komplette, systematische zerstörung der zivilen verwaltungsstrukturen, reinen vandalismus, Folterungen in den Internierungslagern können auf dauer nicht unterdrückt werden und machen am ende die glaubwürdigkeit der USA kaputt. Das ruiniert auf längere sicht auch Bush's pläne.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich bei gush shalom einzuschreiben und regelmässige infos abzurufen, die den teil der wahrheit verbreiten, der durch die militärzensur unterdrückt wird. Wie gesagt, es handelt sich dabei um eine israelische friedensorganisation. Aber ich fürchte, es wird alles nichts nützen. Auf die kritischen stimmen hat noch nie jemand gern gehört, war schon vor über 2000 jahren so. Auch in Deutschland vor mehr als 50 jahren nicht. Und die zeit wird kommen, da werden sich die juden schämen; sie tun es teilsweise schon heute und leiden unter diesem konflikt, ob sie nun israelische staatsbürger sind oder nicht.
Nun habe ich mich als Kassandra betätigt, ich hoffe, sie verzeiht, wünsche trotzdem noch einen schönen Tanz in den Mai,
cb

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Kassandra
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Benutzer # 142

Icon 1 erstellt am: 30. April 2002 22:38      Ansicht des Profils von Kassandra     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo cb,
Kassandra hat die Trojaner vor Paris, Helena und dem hölzernen Pferd gewarnt,aber sie wurde nicht gehört. Wenn ich mich, wie Du, cb, hier als Kassandra betätigte, wüsste ich nicht, an wen der beiden Kontrahenten die Warnungen gingen. Wahrscheinlich vorrangig an Israel, wenn ich realistisch wäre. In mir sträubt sich alles, wenn ich höre und sehe, welchen Eindruck die Israelis zur Zeit hinterlassen. Ich kann und will nicht glauben, dass dieses Volk, dem meine uneingeschränkte Sympathie gilt, zum Schrecken der Menschen in Palästina geworden ist. Wer von uns kann verstehen, dass ein Volk, das über Jahrhunderte verfolgt, gedemütigt und auf grausame Weise zu Millionen ermordet wurde, nun selbst Willkür anwendet, Minderheiten ausrottet und nicht davor zurückschreckt, ein Massaker anzurichten, wie es offensichtlich in Dschenin geschehen ist? Natürlich hat jeder das Recht auf Selbstverteidigung, und ich finde absolut keine Rechtfertigung für die Attentate der Palästinenser. Ich verstehe auch, dass die Juden sich nie mehr widerstandslos ihren Henkern ausliefern werden, wie Ben Gurion vor der Staatsgründung Israels gesagt haben soll. Vor mir sehe ich jetzt Bilder von verbrannter Erde, von sinnlosen Zerstörungen und von "Hinrichtungen" unzähliger Terroristen, wie ich sie aus grauenhafter Vergangenheit kenne. Wie kann ich in Einklang bringen, dass uns in Israel auf Schritt und Tritt die Erinnerung an den Holocaust verfolgt (Yad Vashem etc), aber gleichzeitig beinahe in der Nachbarschaft Terror und blinde Zerstörungswut herrschen?
Sicherlich, das ist mein Problem, das nicht alle gleich empfinden können, aber mich bedrückt es doch sehr.
Andererseits muss doch jeder gesunde Menschenverstand erkennen, dass ein gedemütigtes, heimatloses Volk wie die Palästinenser durch das heutige Geschehen noch mehr in den Terror getrieben wird. Wer könne das besser nachempfinden als die Juden? Was haben die Palästinenser noch zu verlieren? Vertrieben, heimatlos, seit mehr als 50 Jahren in Lagern lebend, von keiner Seite anerkannt und unterstützt - auch nicht von den arabischen Brüdern - kämpfen sie um ein Leben in Menschenwürde. Sieht Bush das nicht ebenso? Warum wird Sharon immer wieder nach Washington zitiert, während Arafat nicht einmal eingeladen wurde und Gelegenheit erhielt, Gespräche aus seiner Sicht zu führen? Welch ein entwürdigendes Theater um den Besuch Powels bei Arafat. Es ist ein Hohn, Arafat zuzugestehen, sich wieder frei bewegen zu können, aber gleichzeitig die letzten ihm zur Verfügung stehenden Fahrzeuge demonstrativ zu zerstören.
Warum verlässt die israelische Arbeiterpartei die Regierungskoalition nicht und nimmt es in Kauf, bei anstehenden Wahlen keine Mehrheit zu bekommen? Sie wäre - im Sinne Rabins - in der Welt glaubwürdiger als Sharon und seine Hardliner. Fragen über Fragen. Nur eine hat sich heute selbst beantwortet: was hat Israel in Dschenin zu verbergen?
Kassandra

Beiträge: 973 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
Gandalf
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Benutzer # 153

Icon 1 erstellt am: 01. Mai 2002 20:02      Ansicht des Profils von Gandalf     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
cB Du schreibst, es würden sich bereits heute manche Israelis schämen und nicht mehr wohlfühlen. Genau da habe ich meine Schwierigkeiten. Nur ganz vereinzelt sind doch in den letzten Monaten Nachrichten gekommen, die über kritische Äußerungen von Israelis oder über Demonstrationen gegen die Politik der Regierung berichtet haben. Danach scheint der Kurs der Regierung doch von der allergrößten Mehrheit der Bürger mitgetragen zu werden.
Gandalf

Beiträge: 31 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
cb

Benutzer # 139

Icon 1 erstellt am: 06. Mai 2002 21:52      Ansicht des Profils von cb     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
hallo Kassandra und Gandalf,

zunächst zum letzten beitrag.
Doch es ist so. Vielleicht schämen sich (noch) nicht viele, so wie auch die friedensbewegung in Israel nur zahlenmässig klein ist. Und was sind schon etwas über 300 soldatische verweigerer verglichen mit allen militärangehörigen? Aber die zahl der widerständler in den 30iger und 40iger jahren in Deutschland war auch nicht gross. Rund 700 jüdische wissenschaftler, künstler und personen des öffentlichen lebens in Israel haben in einem offenen brief protestiert (auf bürgerliche art) und die sofortige räumung der besetzten gebiete gefordert. Ohne erfolg. Demonstrationen werden von verschiedenen Organisationen initiiert. Aber Israel heute ist nicht das land der demonstrationsbereiten linken, die massen auf die strasse bringt. Ausserdem herrscht militärzensur und bei weitem nicht alles kommt in die medien, so dass sich jedermann eine eigene meinung aufgrund ungefilterter informationen bilden könnte, wenn er es denn überhaupt will. Ich glaube, dass die kritischen juden heute fast schon wieder traumatisiert sind. Sie fühlen sich ohnmächtig und zerrissen und eigentlich gibt es dagegen nur 2 strategien. Entweder man riskiert zu kämpfen und sich damit in der gesellschaft Israels zu isolieren oder man taucht ab und ignoriert. Ehrlich gesagt, wissen wir selbst so genau, wie wir uns in vergleichbarer situation verhalten würden?

Und zu Kassandra, ja, mir geht es genauso, kann ich gut verstehen. Und das schlimme ist, es wird nie wieder so sein wie es war. Es gibt wohl keinen gerechten staat. Die juden hatten seit menschengedenken ja keinen mehr und als verfolgte minderheit in so gut wie allen völkern dieser erde verdienten sie unser mitgefühl. Jetzt ist es anders. Aus dem David ist ein Goliath geworden mit allen attributen und das ist nicht mehr sympathisch und entschuldbar. Gleichzeitig allerdings wissen wir um die existenzängste der menschen dort und können von hier aus nur unsere bedenken formulieren. Die last, in Israel heute zu leben, können wir nicht übernehmen und auch nur bedingt beurteilen. Und wer weiss heute schon ganz genau, was sich für Israel als der richtige weg erweisen wird?

cb


Beiträge: 12 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
cb

Benutzer # 139

Icon 1 erstellt am: 08. Mai 2002 13:38      Ansicht des Profils von cb     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
....Und als nachtrag die übersetzung eines briefes, den ein israelischer soldat an den verteidigungsminister gerichtet hat, um die verweigerung des kriegsdienstes zu begründen:

19. März 2002
Sergio Yahni begründet seine Wehrdienstverweigerung wie folgt:


Ein Offizier, für den Sie verantwortlich sind, hat mich heute zu 28 Tagen Militärgefängnis verurteilt, weil ich mich weigere, meinen Reservedienst anzutreten. Ich weigere mich nicht nur, in den besetzten Gebieten Dienst zu tun, wie ich es die letzten 15 Jahre getan habe, ich weigere mich, in jeder Stellung des israelischen Militärs zu dienen.
Seit dem 29. September 2000 hat die israelische Armee einen „schmutzigen Krieg“ gegen die palästinensische Autonomie geführt. Zu diesem schmutzigen Krieg gehören außergerichtliche Tötungen, der Mord an Frauen und Kindern, die Zerstörung der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur der palästinensischen Gesellschaft, das Verbrennen von landwirtschaftlich genützten Feldern und das Zerstören von Bäumen. Sie haben Angst und Verzweiflung gesät , und somit Ihr oberstes Operationsziel verfehlt. Das palästinensische Volk gibt seinen Traum der eigenen Herrschaft und Unabhängigkeit nicht auf. Außerdem gelang es Ihnen nicht, die Sicherheit für das eigene Volk zu schaffen trotz all der zerstörerischen Gewalt der Armee, für die Sie verantwortlich sind.

Angesichts Ihres großen Misserfolges, werden wir nun Zeugen einer intellektuellen Diskussion der schlimmsten Art unter Israelis: eine Diskussion über die mögliche Deportation und den Massenmord an Palästinensern.
Der misslungene Versuch der Führer der Arbeiterbewegung, den Palästinensern ein Abkommen aufzuzwingen, hat uns in einen schmutzigen Krieg gezogen, für den Israelis wie Palästinenser mit ihrem Leben bezahlen. Die rassistische Gewalt des israelischen Sicherheits-Establishments, das keine Menschen sondern nur „Terroristen“ sieht, hat den Teufelskreis der Gewalt für beide, für Palästinenser und Israelis, in Schwung gebracht.

Auch die Israelis sind die Opfer des Krieges. Sie sind die Opfer der unverantwortlichen und misslungenen Aggression der Armee, für die Sie verantwortlich sind. Selbst wenn Sie die tödlichsten Angriffe auf das palästinensische Volk ausführen, erfüllen Sie nicht Ihre Pflicht, den Bürgern Israels Sicherheit zu geben. Panzer in Ramallah können nicht das größte Monstrum, das Sie geschaffen haben, stoppen, nämlich die Verzweiflung, die in den Cafés explodiert. Sie und die Offiziere unter Ihrem Befehl haben menschliche Wesen geschaffen, denen die Menschlichkeit aufgrund von Verzweiflung und Demütigung verloren gegangen ist. Sie haben diese Verzweiflung geschaffen, können sie aber nicht beenden.

Für mich ist klar, dass Sie das Leben von uns allen riskiert haben, nur um weiter unmoralisch illegale Siedlungen zu bauen für Gush Etzion, Efrat und Kedumim; denn das Krebsgeschwür frisst weiter an der israelischen Gesellschaft. Während der letzten 35 Jahre haben die Siedlungen die israelische Gesellschaft in eine gefährliche Zone verwandelt. Der israelische Staat hat für beide Völker, die Palästinenser und die Israelis, Verzweiflung und Tod gesät.
Deshalb will ich nicht in Ihrer Armee dienen. Ihre Armee, die sich „Israelische Verteidigungsarmee“ nennt, ist nichts weiter als der bewaffnete Arm der Siedlungsbewegung. Diese Armee existiert nicht deshalb, um den Bürgern Israels Sicherheit zu bringen; sie existiert, um die Fortsetzung des Diebstahls von palästinensischem Land zu garantieren. Als Jude bin ich abgestoßen von den Verbrechen, die diese Militia gegenüber dem palästinensischen Volk begeht.

Es ist sowohl meine jüdische als auch meine menschliche Pflicht, entschlossen jede Art von Dienst in dieser Armee zu verweigern. Als Sohn von Opfern von Pogromen und Zerstörungen, kann ich nicht Teil Ihrer wahnsinnigen Politik sein. Als Mensch ist es meine Pflicht, meine Teilnahme in einer Institution zu verweigern, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht.

Ihr ergebener Sergio Yahni


.... ein mutiger mann, denn er kann angesichts seiner weigerung von der militärverwaltung in einem nichtöffentlichen verfahren ohne verteidiger und revisionsmöglichkeit wiederholt zur höchststrafe von 28 tagen verurteilt werden. Gush shalom hat mitgeteilt, dass ein fall bekannt ist, in dem zwischenzeitlich die 4. verurteilung in folge ausgesprochen wurde.

cb


Beiträge: 12 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
TnT
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Icon 1 erstellt am: 08. Mai 2002 14:03            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Und da ist sie wieder, die einseitige Berichterstattung....

Natürlich wird es sich hier um den autentischen Bericht eines Verweigerers handeln, aber findet man solche Meinungen und Aussagen nicht in jedem Land. Es ist doch selbst verständlich, das in einem Land nicht alle Bürger immer mit der Regierungsmeinung übereinstimmen. Gibt es in Deutschland nicht genauso "Pazifisten" oder Wehrdienstverweigerer die die Bundeswehr und den Staat genauso anklagen? Auch in den USA gibt es genug Personen die nicht mit den Militärischen Entscheidungen der Regierung übereinstimmen.

Ich hab heute noch im Spiegel gelesen, das "laut palästinänsischer Aussage" mehr als 300 Zivilisten getötet worden wären, seit Anfang April. Aber dies bestärkt mich immer nur weiter darin, das die Palästinenser sich vor der Weltöffentlichkeit immer gerne als Opfer darstellen, um die ach so bösen Israelis vor der Welt als Buhmänner darstehen zu lassen. Ich streite nicht ab, das auch die Israelische Regierung Fehler macht, aber wenn man mit seinem Volk seit 50 Jahren unter Terroranschlägen auf Zivilisten -und dazu zählt jeder Selbstmordanschlag, der von der Autonomiebehörde belohnt wird- leidet, ist es selbstverständlich, das man gelegentlich etwas überreagiert. Dazu zähle ich aber nicht die Militäraktionen an sich, den was für andere ein legitimes Mittel zur Terrorbeämpfung ist, kann hier nicht einseitig verurteilt werden.


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TnT
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Icon 1 erstellt am: 10. Mai 2002 20:44            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Um noch mal auf die Angesprochenen Wehrdienstverweigerung zurückzukommen:

Eine Gruppe israelischer Reservedienstoffiziere fordert in diesen
Tagen Israel heraus und weigert sich, in den sogenannten besetzten
Gebieten zu dienen. 250 Reservesoldaten, davon mehr als 70 Offiziere, haben
bereits eine Petition der Militärdienstverweigerung unterzeichnet. "Wir sehen
heute ein, dass der Preis für die Eroberung, den wir zu zahien haben, das
Ansehen unserer Armee beeinträchtigt und zur Korruption der israelischen Gesellschaft
führt. Aus diesem Grund erklären wir, nicht mehr am Sicherheitsdienst der jüdischen
Siedlungen in den besetzten Gebieten teilzunehmen", heisst es in der
umstrittenen Petition. Der Verweigerungsaufruf führte zu heftigen Reaktionen
in der israelischen Presse. Die israelische Armee gilt im Volk als die
prämierteste Institution. Die Israelische Verteidigungsarmee, Zahal, vereint das
Volk, denn jeder ist zum Wehrdienst verpflichtet und sie verteidigt jeden,
ungeachtet der politischen Einstellung. Als wenige Tage später eine Gegenpetition
israelischer Reservesoldaten für den Armeedienst im biblischen Kernland ins
Leben gerufen wurde, die in nur wenigen Tagen von 5.000 Offizieren und Soldaten
unterzeichnet wurde, machte dies im Ausland natürlich keine Schlagzeilen.


In den palästinensischen Medien wurde die israelische Verweigerungspetition
bewusst ausgeschlachtet. Palästinenserführer Jassir Arafat sagte öffentlich, dass
diese Verweigerungswelle in Israel unbedingt weiter zunehmen muss. "Der politische
Verweigerungsstreit in Israel zermürbt die Zionisten und ist unsere grösste Hilfe
gegen Israel", sagten Hamasführer in Gaza, "Wir streiten uns und unsere Feinde freuen
sich, dass wir uns gegenseitig kaputtmachen", sagte Minister Michael Melchior.


(nai, 3/2002)


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cb

Benutzer # 139

Icon 1 erstellt am: 11. Mai 2002 10:15      Ansicht des Profils von cb     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
...wie ich schon schrieb, TnT, die verweigerer sind eine kleine minderheit, völlig richtig. Das besagt allerdings nichts über den wert, schon gar nicht den moralischen, ihrer auffassung, zumal es immer sehr viel leichter ist mit dem strom als gegen ihn zu schwimmen.
Im übrigen ist mir eine ausschlachtung dieses problems durch die palästinensischen medien - welche davon sind übrigens zur zeit überhaupt noch in funktion und arbeitsfähig?- nicht bekannt, wohl aber die verbreitung durch die kritische friedensbewegung in Israel selbst und ausländische medien.
Es geht ein tiefer riss durch die israelische gesellschaft, nicht erst seit wenigen monaten, schon sehr viel länger. Eine der hauptursachen ist die ungleiche lastenverteilung im land zwischen orthodox religiösen, die sich nur dem studium der thora und nicht den weltlichen dingen wie arbeit und z.b. militärdienst widmen müssen (und deren zahl beständig zunimmt) und den eher weltlich liberalen juden, die im wesentlichen die wirtschaftlichen und sozialen lasten tragen. Lässt sich zwar nicht zwingend im einzelfall auf die politische meinungsbildung übertragen, aber von einfluss ist der geistige hintergrund und das soziale umfeld im allgemeinen schon.

Und noch etwas zu deinem vorherigen beitrag: ich habe durchaus verständnis, wenn einzelne im affekt unter starkem psychischen druck "überreagieren". Verstösse gegen international vereinbarte normen - auch durch Israel ratifiziert - nach langen verhandlungen, beratungen und gegen den willen verbündeter können wohl kaum als "überreaktion" entschuldigt werden. Es sind bewusste, kalkulierte verstösse gegen das recht, die nicht der eigenen entlastung sondern der zerstörung des gegners dienen. In der weltgeschichte gab und gibt es diesen verdrängungskampf immer wieder und seit Bush's unseligem begriff des "kampfs gegen terror" findet sich bald keine macht mehr, die ihren herrschaft- und angriffssanspruch nicht damit legitimieren würde (Russland, Israel, Indien, China etc.). Tut mir leid, hat für mich viel mit machtpolitik und sehr wenig mit moralischem anspruch zu tun. Wäre letzterer wirklich vorhanden, ginge die politik weltweit andere wege und es gäbe auch bei mir nicht diese enttäuschung, diesen widerstand.
Es ist eben nicht dasselbe, ob "das auserwählte volk" sich auf den kriegspfad begibt oder die palästinenser, die weder von sich behaupten, die einzige demokratie im nahen osten zu sein noch bislang die chance hierzu erhielten.
Übrigens: Was wäre denn deine vorstellung von frieden im heiligen land?
cb


Beiträge: 12 | Registriert seit: Mrz 2002  |  IP: gespeichert
TnT
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Icon 1 erstellt am: 26. Juni 2002 12:18            Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Die mit Spannung erwartete Rede von US-Präsident George W. Bush zur Lage im Nahen Osten hat international viel Beifall erhalten. In seiner Ansprache hatte Bush die Gründung eines Palästinenser-Staates in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber auch die Ablösung von Jassir Arafat gefordert.


Allerdings nannte er den palästinensischen Präsidenten nicht beim Namen. Bush
erklärte, es bedürfe einer neuen Führung der Palästinenser, um das palästinensische Ziel eines eigenen Staates zu erreichen. Der amerikansiche Präsident betonte, dieser könne binnen drei Jahren stufenweise errichtet werden.

UN-Generalsekretär Kofi Annan begrüßte die neue Nahost-Initiative, kommentierte jedoch nicht die Aufforderung zur Ablösung von Palästinenserpräsident Arafat. Zustimmend äußerte er sich allerdings zu dem Ziel, entsprechend der einschlägigen UN-Resolutionen einen Palästinenserstaat mit Sicherheitsgarantien für Israel zu gründen.

Israel und die Palästinenserführung äußerten sich ebenfalls zufrieden. Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben Elieser nannte Bushs Rede gar eine "historische Etappe". Ausdrücklich unterstützte Ben Elieser die Forderung des US-Präsidenten an die Palästinenser, ihre Führung auszuwechseln und auf Demokratie und Marktwirtschaft beruhende demokratische Reformen vorzunehmen und somit "Gewalt, Terror und Aufstachelung zum Haß" eine Absage zu erteilen. Ähnlich äußerte sich auch Ariel Scharon, Israels Ministerpräsident.

Arafat und die Autonomiebehörde begrüßten Bushs "Ideen". Seine Aussagen wären eine "ernste" Anstrengung, den Nahost-Konflikt endlich zu einem Ende zu bringen. Zur Umsetzung der Vorschläge müssten nun politische Gespräche geführt werden. Auf die Forderung nach Abwahl Arafats ging die Erklärung jedoch nicht ein.

Palästinenser-Chefunterhändler Sajeb Erakat hatte bereits zuvor Bushs Forderung nach einer Ablösung Arafats als unannehmbar abgelehnt. Die Palästinenserführung würde schließlich nicht von Washington eingesetzt, so Erakat. Die Hamas lehnte Bushs Nahost-Initiative ab und kündigte schon neue Anschläge an.
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Alles in allem wohl ein annehmbarer Vorschlag. Allerdings werden die Palästinenser nicht darauf eingehen, da sie immer noch unrechtmäßig an Jerusalem als Hauptstadt festhalten. Einem grossen Teil der palästinensischen Führungskräfte geht es sowieso nicht um einen eigenen Staat, sondern um die Vernichtung des Israelischen. In genau diesem Blickwinkel, ist auch die Ankündigung der Hamas zu sehen.


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Lothar
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Icon 1 erstellt am: 28. Juni 2002 23:16      Ansicht des Profils von Lothar   Senden Sie eine eMail an Lothar   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Hallo Manuel,

zu diesem Thema habe ich mich bislang zurückgehalten, weil ich auch keine Lösung weiss.

Solange Israelis und Palästinenser Jerusalem für sich beanspruchen, kann es keine Lösung geben. Insofern ist die Rede von Bush nur "kalter Kaffee". Ich sehe nicht, wie diese zur Nahost-Lösung beitragen soll. Forderungen zu stellen, wo man schon vorher genau weiss, dass eine Seite auf keinen Fall darauf eingehen wird, bringen doch nichts.
Und was die Ablösung von Arafat angeht: das müssen die Palästinenser schon selbst entscheiden; das kann und darf Bush nicht bestimmen. Überhaupt: besteht nicht die Gefahr, dass ein potentieller Nachfolger Arafats das größere Übel wird ?


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