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Autor Thema: Gedichte
grinsekatze
Mitglied
Benutzer # 25

Icon 12 erstellt am: 26. November 2003 23:59      Ansicht des Profils von grinsekatze     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Lustspiel

sanft berührt
zart entführt
willenlos geführt
sinnlos verführt
vollkommen gespürt...

Beiträge: 109 | Registriert seit: Mai 2001  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 10 erstellt am: 08. April 2004 21:14      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Spürst du's?

Spürst du's?
Spürst du den nahen Frühling, es kribbelt schon unter der Haut.
Hörst du's?
Hörst du das Singen der Vögel, sie singen so schön und so laut.
Lass dich umarmen holder Frühling, hielst lange dich versteckt.
Von Wärme geschmolzen der letzte Schnee, Krokus, Narzisse das Köpfchen sich reckt.

Nach Frühling duftet's im Garten bald, Gefühle werden unermesslich.
Sein schönstes Kleid zieht an der Wald, oh Wunder des Frühlings, schön und unvergesslich.
Der Schoß der Erde ist erwacht, mit Blüten an Boden und Strauch.
In wärmender Sonne und Mondscheinnacht, Frühlingsgefühle bei Mensch und Tier auch.

Helmut F. Hansen, Gummersbach

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Kokeltaler
Mitglied
Benutzer # 725

Icon 1 erstellt am: 08. April 2004 23:00      Ansicht des Profils von Kokeltaler         Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Und dann geh ich neben dir

Und dann geh ich neben dir
und bin dein zweiter Körper.
Du kannst alles mit mir machen.
Ich bin gut, wenn du bei mir bist.
Was ich mit dir erlebt habe,
habe ich zum ersten Mal erlebt.
Und wenn ich denke, dass du,
was du mit mir erlebst,
mit anderen auch erleben kannst,
erleb' ich es nicht mehr.

Brigitte Schwaiger

Beiträge: 178 | Registriert seit: Jul 2003  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 1 erstellt am: 23. Juli 2004 23:22      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich mag den Wald, denn...

Der Wald ist ein besonderes Wesen,
von unbeschränkter Güte und Zuneigung,
das keine Forderungen stellt
und großzügig die Erzeugnisse
seines Lebenswerks weitergibt;
allen Geschöpfen bietet er Schutz
und spendet Schatten selbst dem Holzfäller,
der ihn zerstört.

Siddharta Gautama Buddha

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Hank
Mitglied
Benutzer # 303

Icon 1 erstellt am: 19. Dezember 2004 14:42      Ansicht des Profils von Hank   Senden Sie eine eMail an Hank   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Sprich aus der Ferne,
heimliche Welt,
die sich so gerne
zu mir gesellt!

Wenn das Abendrot niedergesunken,
keine freudige Farbe mehr spricht,
und die Kränze still leuchtender Funken
die Nacht um die schattichte Stirne flicht:

wehet der Sterne
heiliger Sinn
leis durch die Ferne
bis zu mir hin.

Wenn des Mondes still lindernde Tränen
lösen die Nächte verborgenes Weh,
dann wehet Friede. In goldenen Kähnen
schiffen die Geister im himmlischen See.

Glänzende Lieder
klingender Lauf
ringelt sich nieder,
wallet hinauf.

Wenn der Mitternacht heiliges Grauen
bang durch die dunklen Wälder hinschleicht
und die Büsche gar wundersam schauen,
alles sich finster, tiefsinnig bezeugt:

wandelt im Dunkeln
freundliches Spiel,
still Lichter funkeln,
schimmerndes Ziel,

alles ist freundlich wohlwollend verbunden,
bietet sich tröstend und trauernd die Hand,
sind durch die Nächte die Lichter gewunden,
alles ist ewig im Innern verwandt.

Sprich aus der Ferne,
heimliche Welt,
die sich so gerne
zu mir gesellt.

(Clemens Brentano)

Beiträge: 758 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
Hank
Mitglied
Benutzer # 303

Icon 1 erstellt am: 14. Januar 2007 21:50      Ansicht des Profils von Hank   Senden Sie eine eMail an Hank   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben.
Sie hat so lange von mir nichts vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben.

Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält;
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.

Ich bin gestorben dem Weltgewimmel
Und ruh' in einem stillen Gebiet.
Ich leb' in mir und meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied.

Friedrich Rückert (1788-1866)

Beiträge: 758 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
Hank
Mitglied
Benutzer # 303

Icon 1 erstellt am: 28. Dezember 2007 14:37      Ansicht des Profils von Hank   Senden Sie eine eMail an Hank   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Der Engel sprach: Gehorche.
Ich habe dir keine Verheißung zu sagen.
Dir zu Füßen ist Meer gebreitet.
Unberaten und ungeleitet
Musst du das Wagnis des Petrus wagen.
Ob dich die Wellen wie Hände tragen?
Ob der Herr dir entgegen schreitet?
Ich weiß es nicht,
und du darfst mich nicht fragen.

Werner Bergengruen (1892 - 1964)

[ 28. Dezember 2007, 14:54: Beitrag editiert von: Hank ]

Beiträge: 758 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
terry_mccann
Mitglied
Benutzer # 818

Icon 1 erstellt am: 30. Dezember 2007 19:22      Ansicht des Profils von terry_mccann   Senden Sie eine eMail an terry_mccann   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich will nicht die Stimmung des Momentes ruinieren, aber das letzte Gedicht klingt genauso verwurstelt wie die aus dem schrägen Gedichtsgenerator, den Du anderswo im Forum vorgestellt hast... ;-)
Beiträge: 858 | Registriert seit: Dez 2003  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 1 erstellt am: 31. Dezember 2007 12:06      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Terry, mache den Thread nicht kaputt, vielleicht hast du auch ein nettes Gedicht? Es gibt leichte, gut verständliche Gedichte, aber eben auch welche, worin man den tieferen Sinn suchen muss - alle haben hier ihren Platz [Lächeln]

Guten Rutsch! [Lächeln]

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 12 erstellt am: 31. Dezember 2007 12:12      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Man nehme 12 Monate,
putze sie sauber von Neid,
Bitterkeit, Geiz, Pedanterie
und zerlege sie in 30 oder 31 Teile,
so daß der Vorrat für ein Jahr reicht.
Jeder Tag wird einzeln angerichtet
aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu,
1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt.
Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.

Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808), Mutter v. Johann Wolfgang von Goethe

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert


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