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Autor Thema: Gedichte
grinsekatze
Mitglied
Benutzer # 25

Icon 6 erstellt am: 25. August 2002 11:09      Ansicht des Profils von grinsekatze     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Der Mann
Carina © 21.06.2002


^^***°***^^

Wohin ich meine Augen auch drehe,
ich immerzu nur Glatzköpfe sehe,
ich muss gestehen, ich finde es toll,
es macht mich raderkasten doll,

vor mir geht ein Mann mit geschorenem Haar,
und einer Figur ganz wunderbar,
die Schultern und sogar der Rücken,
muskulös, ich schaue voll Entzücken,

seh seinen Knackarsch bei jedem Schritt,
mein Herz kommt so langsam aus dem Tritt,
die Hüften in lässig wiegendem Gang,
so schlendert er vor mir die Straße entlang,

voll Inbrunst pfeife ich nach ihm,
ich habe schon Pudding in den Knien,
könnte mich glatt in ihn verlieben,
warum ist meine Brille zu Hause geblieben?

Da dreht er sich um, er schaut mich an,
oh Schreck, es ist mein eigener Mann,
mir fällt nur eines dazu ein,
man fällt immer auf den gleichen Typ rein... [Breites Grinsen]

Beiträge: 109 | Registriert seit: Mai 2001  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 1 erstellt am: 27. August 2002 17:53      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
DAS (S)PASSFOTO

Kürzlich brauchte ich fürs Reisen
ein Papier, mich auszuweisen.

Und so ging ich in dem Glauben,
niemand kann mein Bild mir rauben,

nicht zum Foto-Fachbetriebe,
sondern, daß es billig bliebe,

schnell zum Kaufhaus-Automaten -
gegen jegliches Anraten

der vereinigten Familie
samt der Großmama Cäcilie!

Danach keiner mehr erkannte,
wen da auf die Platte bannte

der verflixte Blitzlichtkasten
mit den Überraschungstasten!

Meine Frau rief: ”Mein Gott, Walter!
Du siehst aus wie ein Beknallter!”

Und der Grenzbeamte dachte,
ich sei Otto - doch er lachte

und ließ, ohne nachzusehen,
mich nebst Schmuggelware gehen.

[Lächeln] [Ha!] [Lächeln]

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Günther
Administrator
Benutzer # 2

Icon 6 erstellt am: 05. September 2002 04:57      Ansicht des Profils von Günther   Senden Sie eine eMail an Günther   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Finster war's, der Mond schien helle
Auf die grünbeschneite Flur,
Als ein Wagen blitzesschnelle
Langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute
Schweigend ins Gespräch vertieft,
Als ein totgeschossner Hase
Auf dem Wasser Schlittschuh lief
Und ein blondgelockter Knabe
Mit kohlrabenschwarzem Haar
Auf die grüne Bank sich setzte,
Die gelb angestrichen war.

Quelle:
Volksthümliches aus dem Königreich Sachsen. Auf der Thomasschule
ges. von Oskar Dähnhardt. Bd. 1. Leipzig: Teubner, 1898. S. 58.

Noch mehr Versionen dieses Scherzgedichts findet ihr hier:
http://www.ulfhinze.de/kram/s_kram.htm

Beiträge: 1664 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
ricci
Mitglied
Benutzer # 19

Icon 7 erstellt am: 17. September 2002 18:31      Ansicht des Profils von ricci     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
*** Traumland ***

Leiser Wind, samtig zart
wie Rosenblätter
und von sanfter Hand geführt
streichelt tief
bis in die Seele
wo die Phantasie regiert
verführ
zum Träumen
in ein fernes Land
wo die Sonne strahlendschön
glitzernd funkelt
und die Blumen
nie vergehen
wo dich sanfte Wellen wiegen
in den Schlaf
ganz leis und sacht
wie Verliebte sich umarmen
und von Gottes Hand
bewacht
Da wo Sterne
immer leuchten
klar und greifend nah
der Mond glänzt in einem Licht
hell wie kein Mensch
Ihn jemals sah
dort
wo diese Dinge wunderbar
wie Träume ineinander übergehen...

Dieses Land
ist in Dir selbst
schliess die Augen
Du wirst es sehen. [Lächeln]

(Verfasser unbekannt)

Beiträge: 37 | Registriert seit: Mrz 2001  |  IP: gespeichert
grinsekatze
Mitglied
Benutzer # 25

Icon 10 erstellt am: 21. September 2002 00:36      Ansicht des Profils von grinsekatze     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Wahre Freunde
~~~~~~~~~~~~~~~

Wenn es einen Menschen gibt...

der Dich nimmt wie Du bist,
und immer zärtlich zu Dir ist,

den kein anderes Denken stört
und auch gerne Deine Meinung hört,

der Dich achtet und versteht
und alle Wege mit Dir geht,

der ohne Lügen oder List ,
stets aufrichtig und ehrlich zu Dir ist,

der das Gute in Dir baut
und Dir grenzenlos vertraut,

der mit seinem Kummer zu Dir eilt
und Deine Sorgen mit Dir teilt,

bist Du mal traurig oder verstimmt,
der Dich dann auch in seine Arme nimmt,

der sich aufs Wiedersehen freut
und Dich zu lieben nie bereut,

der ist Dein wahrer Freund für Dich,
darum lasse auch ihn nie im Stich.

[Schüchtern]

Beiträge: 109 | Registriert seit: Mai 2001  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 14 erstellt am: 05. Oktober 2002 18:04      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
GLAUBE,
dass du einen Beitrag zu geben hast.
Du wirst wahrscheinlich
den Kurs der Welt nicht verändern,
kein Held auf internationaler Szene sein.
Aber da, wo du bist,
wirst du als du gebraucht.

Es entsteht ein Loch,
wenn du weg bist.
Aber du musst es glauben
und dich auch so bewegen:
Nur wenn du du bist,
leistest du einen wichtigen Beitrag.

Wenn du Rollen spielst
und tust, was alle tun
oder was man von dir verlangt,
dann fehlt niemand,
wenn du weg bist,
weil ein anderer die Rolle übernimmt.

Du bist mehr als deine Rolle.
Du bist du [Lächeln]

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
grinsekatze
Mitglied
Benutzer # 25

Icon 10 erstellt am: 21. Oktober 2002 16:31      Ansicht des Profils von grinsekatze     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Do, wo du bess,
ess dä Nabel der Welt, weiß jetz,
wat mir all die Johre jefählt.
Dich halt ich fess,
dich loss ich nit mieh loss.
Do, wo du bess,
benn ich endlich zohuss...

Beiträge: 109 | Registriert seit: Mai 2001  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 1 erstellt am: 23. Oktober 2002 09:00      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Graue Tage
sind unersetzlich
ohne den Vergleich
mit ihnen würden wir
die bunten nicht
so sehr lieben.

Hans Kruppa

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
findus
Mitglied
Benutzer # 324

Icon 10 erstellt am: 25. Oktober 2002 12:15      Ansicht des Profils von findus   Senden Sie eine eMail an findus   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
wie waere es denn damit:

Gleichmäßig fällt der Regen nieder,
bedeckt das ganze Land schon wieder.
Man soll sich eigentlich nicht beschweren,
kann gegen dieses Wetter sich eh nicht wehren.
Drum sollte man das Beste daraus machen,
vor allem tragen richtige Sachen.
Gummistiefel in gelb gehalten,
Anglerhose ohne Falten.
Dem Kopfe stehet dann noch gut,
gut geformt ein Fischerhut.
Ein Schirm sollte man nicht verachten,
egal ob modern oder in Trachten.
Wichtig ist auch noch zu wissen,
dass der Schirm ganz und nicht zerrissen.
Und geht man früh schon aus dem Heim,
schüttet man vorher ein Vitaminsaft rein..
Immungestärkt und in Gummiklepper,
trotzt du dann jedem Regenwetter.
Wird der Regen plötzlich klein,
kommt womöglich noch der Sonnenschein,
wird’s du heiß, du muss schwitzen,
aus allen Poren, allen Ritzen.
Bist dann noch weit weg von zu Haus,
kommst nicht aus den Stiefeln raus.
Dann lacht so mancher kluge Mann,
was hast du denn bei diesem schönen Wetter an?
Da hilft kein Wüten und kein Schnauben,
es wird dir nur die Nerven rauben.
Sag gelassen wie du bist,
dass das die neue Mode ist.
Viele wirst du dann bald sehen,
bei Sonne in Regenjacken gehen.

gruss,

fin

Beiträge: 21 | Registriert seit: Okt 2002  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 14 erstellt am: 25. Oktober 2002 19:27      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
[Breites Grinsen] gut, Findus, willkommen hier [Lächeln]
Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
ricci
Mitglied
Benutzer # 19

Icon 1 erstellt am: 02. November 2002 09:28      Ansicht des Profils von ricci     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Der Tisch
@Lady de Winter

Ein dunkler Raum,
Darin ein Tisch,
Groß und Rund.
Umringt von sieben Sitzenden.

Von der hohen Decke
Hängt ein kleines Licht herunter,
Beleuchtet den Tisch,
Die Sitzenden kaum.

Auf dem Tisch ein Kind,
Ein kleines Mädchen.
Liegt da,
Gefesselt an den Tisch.

Die blonden Haare
Umfliegen ihr zartes Gesicht.
Aus den blauen Augen
Treten bittere Tränen.

Die Sitzenden beobachten sie.
Bewegen sich nicht.
Sehen kalt,
Retten sie nicht.

Das Kind wirft den Kopf zur Seite,
Entsetzt sieht sie in ein Gesicht.
Schwarz.
Es wird nicht vom Licht erleuchtet.

Sie wirft den Kopf zur anderen Seite,
Blickt die gegenüber sitzende Gestalt an,
Dunkle Augen sehen sie böse an.
Die Tränen laufen immer stärker.

Das Kind blickt nach oben,
Über ihr das helle Licht.
Erleuchtet sie und pendelt leicht hin und her,
Das Licht flackert.

Aus der Ecke des Raumes tönt ein Klicken,
Ein Uhrenschlag erzählt die verstreichende Zeit.
Alle sind ruhig und
Lauschen der tickenden Uhr.

Das Kind ist still,
Rührt sich nur schwach.
Die Kraft zum Kämpfen verloren,
Starrt sie über ihren erleuchteten Kopf.

Die Gestalten gucken,
Beobachten sie genau,
Bis einer von ihnen sich erhebt,
Des Kindes Augen schließen sich.

Die schwarz umhüllte Gestalt zieht ein Schwert
Aus dem dunklen Mantel,
Tritt an den jungen Körper heran.
Hebt die Arme mit der Waffe in den Händen.

Das Kind wird unruhig,
Rasende Angst.
Kein Wort von dem Fremden,
Sie atmet schnell.

Blickt in die Augen ihres Mörders,
Schwarz und kalt.
Sieht den Hass,
Den Tod in den Augen.

Die Sekunden verstreichen.
Dann bewegt er sich.
Schließt die Augen und
Lässt die Arme fallen.

Das Schwert rast auf den Kinderhals zu.
Tränen tropfen auf den Tisch.
Das Herz rast, der Atem stockt,
Dann endet jedes Gefühl.

Kein Schmerz, keine Luft.
Erschrocken starren die Augen den Kindes in das helle Licht.
Rotes Blut dringt aus der Wunde,
Vermischt sich mit den bitteren Tränen.

Der Mund weit aufgerissen,
Die Augen tot und eisig,
Kein Atemzug tritt mehr aus ihren Lippen,
Kein Zucken mehr in den jungen Gliedern.

Die Gestalt lässt los,
Lässt die Arme an den Körper sinken,
Tritt einige Schritte zurück.
Die Augen entziehen sich dem Licht.

Die Gestalt tritt zurück zum Platz,
Sinkt langsam auf den Stuhl nieder.
Ein roter Fluss sammelt sich zu einem See
Und fließt am Tisch hinab.

Die Augen des Kindes,
Auf ewig weit aufgerissen und kalt,
Können den Blick nicht mehr abwenden,
Sind abgestorben.

Sie Zeit verstreicht,
Ein Ticken aus der Ecke des Zimmers,
Der Schlag der Uhr.
Langsam verstreichen die Sekunden.

Der Fluss trocknet.
Das Leben bekämpft,
Erheben sich die Gestalten und
Verlassen schweigend den Raum.
Ihr Name war Marie.

Beiträge: 37 | Registriert seit: Mrz 2001  |  IP: gespeichert
Günther
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Benutzer # 2

Icon 1 erstellt am: 07. November 2002 14:36      Ansicht des Profils von Günther   Senden Sie eine eMail an Günther   Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Oskar Pastior

sie ißt den leiermann

wenn es sie nicht gäbe
wo es sie nicht gibt
weil sie es nicht gäbe
wenn es sie nicht gibt

nicht auf diese weise
weil es die nicht gibt
die es so nicht gäbe
und nicht anders gibt

weil wenn es sie gäbe
da es sie nicht gibt
es sie nur so gäbe
die es nicht so gibt

nicht auf diese weise
nicht in diesem sinn
wo es vieles gäbe
und es viel nicht gibt

weil sie dies nicht gäbe
weil es dies nicht gibt
weil es diese weise
nie auf diese gibt

---

Geboren wurde Oskar Pastior 1927 in Hermannstadt (Siebenbürgen). 1945 wurde er in das sowjetische Arbeitslager im Donbas deportiert. Nach der Rückkehr 1949 war er als Gelegenheitsarbeiter unterwegs und studierte Germanistik und Rundfunktätigkeit in Bukarest. Seit 1969 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin.

Oskar Pastior ist diesjähriger Erich-Fried-Preisträger.

Beiträge: 1664 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 12 erstellt am: 18. Dezember 2002 07:59      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Der Morgenmuffel

Es bimmelt und es klingelt
Das Brot es schon verschimmelt
Der Muffel dreht sich rum
Der Kerl der ist so dumm

Das macht er jeden Morgen
Der Frau macht das schon Sorgen
Der Chef der ruft an
Ob er nicht kommen kann

Ihn schüttelt seine Frau
Und droht ihm mit Verhau
Doch er dreht sich nur um
Sie nimmt ihm das sehr krumm

Nach langem harten Kampf
Erwacht er mit 'nem Krampf
Er wäscht sich lahm und schwer
Die Frau sie leidet sehr

Die Bahn verpasst er auch
Das ist schon wie ein Brauch
Die Kollegen grinsen nur
Es ist immer die gleiche Spur

Am Abend sitzt er länger
Und er wird immer bänger
Der Chef schmeißt ihn sonst raus
Und es ist für den Muffel aus

Am Abend kommt er heim
Geht der Frau nun auf den Leim
Sie schimpft und schreit herum
Sagt er sei lahm und dumm

Ich hoffe du bist keiner
So schlimm wie dieser einer
Ein Muffel jeden Morgen
Sei frei von solchen Sorgen

© Hans-Jürgen Stoffels,
http://www.kinderzeichner.de/html/galerie1.html

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert
Oma
Mitglied
Benutzer # 368

Icon 14 erstellt am: 18. Dezember 2002 10:39      Ansicht des Profils von Oma     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Ich sah nie eine wilde Sache

Traurig für sich.

Ein kleiner Vogel fällt absolut eingefroren

Von einem bough

Ohne überhaupt für sich traurig gefühlt zu haben.


(D. H. Lawrenze)

Beiträge: 128 | Registriert seit: Nov 2002  |  IP: gespeichert
Birgit
Mitglied
Benutzer # 4

Icon 12 erstellt am: 19. Dezember 2002 20:15      Ansicht des Profils von Birgit     Private Nachricht versenden       Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat 
Für den Klempner Dirk [Breites Grinsen]

Alterserscheinungen
Hobbs1 © 2002


Bei Petrus einst am Himmelstor
Der Klempner Dirk spricht vor.
Bevor der Petrus was konnt sagen
Fing unser Klempner an zu klagen:
*
„Warum musst sterben ich so früh
bin vierzig erst und fit wie nie“?
„Im Himmelsbuch dort wird es stehn“,
der Petrus spricht, „wir wolln mal sehn
*
Dann schlägt das goldne Buch er auf:
“Bist vierzig erst“?, fragt er gleich drauf.
„Als Klempnermeister hattest du,
viel Kundschaft, täglich, immerzu.“
*
„Warum du schon so früh musst’ gehen
kann ich dir sagen, bitteschön.
Laut den vielen Arbeitsstunden,
die du berechnet deinen Kunden,
bist’ keine vierzig Jahre mehr.
Du bist schon achtzig, bitte sehr.

[ 19. Dezember 2002, 20:16: Beitrag editiert von: Birgit ]

Beiträge: 2995 | Registriert seit: Jan 2001  |  IP: gespeichert


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