Thema: Wiehl will um Ausländer werben im Forum: Wiehler Forum bei: Wiehler Community.


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erstellt von Peter Schmidt (Benutzer # 111) am 06. November 2009, 11:03:
 
"Wiehl will um Ausländer werben", so betitelt der WDR folgende Meldung:

Der Bürgermeister von Wiehl will den demografischen Wandel mit dem Zuzug von Ausländern abmildern. Wiehl wird laut Statistik in den nächsten 20 Jahren fast zehn Prozent seiner Einwohner verlieren und jeder Zweite wird älter als 50 sein. Migration sei die einzige Möglichkeit, die Situation abzumildern, so der Bürgermeister. Er wirbt dafür, das Oberbergische besonders in den neuen EU-Ländern bekannter zu machen. Ab 2011 werde es einen Binnenmarkt der Migrationsmöglichkeiten geben.

Quelle: http://www.wdr.de/themen/_config_/kurznach/index.jhtml?tid=2783406

Habe jetzt mal den entsprechenden Ausschnitt aus der Haushaltsrede von Bürgermeister Werner Becker-Blonigen rausgesucht, da sagt er:

"Eine bedrohliche Entwicklung, die wir alle kennen und als Pilotkommune des Bertelsmann-Projektes recht gut verinnerlicht haben, stellt die demographische Entwicklung der nächsten 20 Jahre dar. Sie ist unabweisbar und wohl bis Mitte des Jahrhunderts unumkehrbar. Vorausgesetzt es geschieht nichts, ist die weitere Entwicklung Oberbergs zum Haferspanien des 21. Jahrhunderts vorgezeichnet. Die neuesten Zahlen, nicht des von mir gerne zitierten Instituts für Demographie und Sozialpolitik der Universität Bielefeld, sondern des Landesbetriebes IT NRW (früher Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW) besagen, dass der Oberbergische Kreis bis zum Jahre 2030 8,7% seiner Bevölkerung verloren haben wird. Wenn man großzügig rechnet und davon ausgeht, dass die Stadt Wiehl hieran durchschnittlich teil hat, dann bedeutet dies für Wiehl einen Verlust von 2.000 Einwohnern. Wenn man zusätzlich bedenkt, dass in 20 Jahren dann etwa die Hälfte der Bevölkerung älter als 50 Jahre ist, kann man sich in etwa vorstellen, welche strukturellen Verwerfungen auf uns warten. Dies ist die nahe und greifbare Zukunft, keine Theorie, keine Fantasie, kein Science Fiction und keine Geisterbahn, sondern schlicht und ergreifend die Realität. Ab 2011 wird es einen Binnenmarkt der Migrationsmöglichkeiten mit den 10 jüngst beigetretenen EU-Ländern geben. Sollte unsere Möglichkeit zum Erwerbseinkommen, zur Chancenwahrnehmung also, ausreichen, wäre es angebracht, das Oberbergische in den traditionellen Zuzugsländern Polen, Tschechien und dem Baltikum bekannter zu machen. Migration ist nämlich die einzige Möglichkeit, das Schlimmste abzumildern. Wir sollten uns nicht auf den Lorbeeren siebenbürgischer Befruchtung unserer Region ausruhen und auch nicht auf dem gelungenen Teil integrierten Zuzuges seit der Wende. Wiehl hat die einmalige Chance, die Erfahrungen mit Migration in den letzten 60 Jahren zu einer Stärke seiner Aufnahmefähigkeit und Aufnahmebereitschaft zu entwickeln. 2011 ist nicht mehr weit."

Quelle: http://www.wiehl.de/aktuelles/neuigkeiten/nachrichten/1712-rede-zur-einbringung-des-haushaltplanes.html

Wie seht ihr das? Wird das Problem der Überalterung unserer Gesellschaft tatsächlich nur mit einem Zuzug von Ausländern zu lösen sein?
 
erstellt von Friederrauch (Benutzer # 2051) am 16. November 2009, 08:53:
 
Ich finde den Vorschlag von BB garnicht so schlecht,bei der abname von der Einkommensteuer in Wiehl,muss etwas geschehen,sonst wird der Schuldenberg in unserer Stadt noch höher,und das fällt dann auf uns Bürger zurück.Da der Nachwuchs in Deutschland ja nachlässt,und die Stadt Wiehl auch davon betroffen ist,bleibt wohl keine andere möglichkeit übrig.
 
erstellt von Gerecht (Benutzer # 2198) am 18. November 2009, 12:41:
 
Zitat:
Original erstellt von Friederrauch:
bei der abname von der Einkommensteuer in Wiehl,muss etwas geschehen,sonst wird der Schuldenberg in unserer Stadt noch höher

Zuzug von Ausländern/Arbeitswilligen = Mehr Einkommensteuer?

Glaub ich nicht. Denn bevor sich ein Arbeitswilliger für eine neue Heimat entscheidet, will er einen Arbeitsplatz haben.

Also:
Mehr Arbeitgeber nach Wiehl locken = Zuzug von Arbeitswilligen = Mehr Einkommensteuer.

Nicht: neue Arbeitnehmer locken neue Arbeitgeber an
sondern: umgekehrt.
 
erstellt von Nitro (Benutzer # 2020) am 18. November 2009, 13:41:
 
Wo willst du noch neue Arbeitgeber nach Wiehl oder allgemein nach Deutschland locken?

Wir haben die schwerste Wirtschaftskrise aller Zeiten - nach den NRW wahlen wird gelb-schwarz knallhart die Hosen runter lassen. Pendlerpauschale weg, Mindestlohn weg, Kündigungsschutz weg, Sozialhilfe weg, Rentenversicherung und innere Sicherheit totalprivatisiert. Zwangsarbeit für Langzeitarbeitslose via Leihfirma und Fifty-Cent-Job.

Es wird keine neue Arbeit hier zu Lande geben, die heimischen Firmen wandern ins benachbarte Ausland ab oder "verQuellen". Und immer größere Landschaftsverwüstunegn für nichtsnutziges Kleingewerbe schaffen Staatskapitalismus und Umweltzerstörung, aber niemals neue Arbeitsplätze, außer für neue Leihfirmen [Winken]

Für neue Großbetriebe fehlt inzwischen die Schieneninfrastruktur bei den zu erwartenden damit verbundenen Massentransporten. Da kann die BPW dank deutscher Verkehrszerstörungspolitik ein unzensiertes Leid von singen.
 
erstellt von alf (Benutzer # 1075) am 18. November 2009, 19:31:
 
jaja, der fehlende schienenverkehr ist die hauptursache..........
und wer immer nur schwarz sieht wird nie das licht der sonne erblicken.
es gibt leute die stehn morgens schon mit dem gedanken auf das es ein mieser tag wird....
 
erstellt von Nitro (Benutzer # 2020) am 19. November 2009, 22:47:
 
Nö, schwarz sehe ich gar nicht, außer bei der NRW-Wahl. Wenn Du einige Mitarbeiter der BPW kennst, hörst Du einiges was der XY und XX an Correspondense auf den Schreibtischen nebenbei vorfindet z. B. beim Reinigen, Lampenwechseln oder der PC-Wartung. Da wird einem schnell bewußt, warum im Oberbergischen keine Werkserweiterung mehr möglich ist, sondern ins Ausland ausgewichen wird, ohne dass mir Details genannt werden können.

Im Resumee habe ich da nur mitbekommen, dass einer der Hauptgründe für die teilweise Verlagerung des Werkes nach Rumänien die dort vorbildliche Anbindung an das Schienennetz der CFR sein soll, neben dem Erfindungsreichtum der Rumänen und dem außerordentlichen Fleiß der deutschsprachigen Siebenbürgen.

Es rechnet sich eben nicht für die BPW, täglich dutzende an LKW-Ladungen aus der Warmeisenverarbeitung Herstal bei Lüttich personalaufwändig nach Wiehl zu karren, wenn SNCF-Fret-France-Belgique täglich einen Ganzzug über Sarraing-Mariembourg / Marche en Famenne-Bouzonville-Sarreguemines-Straßbourg-Basel-Zürich-Wien-Budapeszt-Sibiu auf perfekt ausgebauten Eisenbahnenstrecken anbietet [Cool] .

Zu verantworten hat das allerdings nicht der Vorstandsvorsitzende der Achsenwerke, sondern die deutschen Politiker von FDP und CDU mit ihrer industriefeindlichen Politk der Entledigung des gesamten für den Cargo-Verkehr notwendigen Eisenbahnnetzes an irgendwelche internationalen Profithaie, während der Staatskapitalismus der BRD weltweit einmalig Milliarden an Steuergeldern in wahnwitzige Straßenbauprojekte mit vollen Händen zum Fenster rausschmeisst.

[ 22. November 2009, 14:50: Beitrag editiert von: Nitro ]
 
erstellt von T.N.T. (Benutzer # 110) am 20. November 2009, 18:20:
 
Hat dich dein Papa mit ins Büro genommen, weil der Kindergarten ausfiel?
 
erstellt von alf (Benutzer # 1075) am 20. November 2009, 19:12:
 
mensch leute, was soll der sch...? da versucht man eine halbwegs vernünftige diskussion hier, einer bringt mal halbwegs vernünftige gegenargumente und schon kommt der dritte und bellt rum. irgendwie ist HIER ein kindergarten draus geworden. schade.
 
erstellt von harryl (Benutzer # 2229) am 21. Dezember 2009, 10:56:
 
Na ja,
ob das das die einzigen Papiere ist, die die Gründe für ein Ausweichen in andere ( vorwiegend Ostblock- oder Asiatische Länder) beschreiben, darf man getrost bezweifeln. In persönlichen Diskussionen mit BPW-Mitarbeitern hört man auch immer wieder als Grund, dass die Lohnkosten in diesen Ländern deutlich geringer sind und sich dann möglicherweise die noch etwas geringere Qualität verschmerzen lässt (was sich bei einigen früheren "Ausgliederungen" ja auch schon als Irrtum rausgestellt hat), aber der Kostendruck ist halt nicht wegzudiskutieren.

Und bezüglich der Eisenbahnanbindung halte ich mal dagegen, dass Herr Kotz nicht unbedingt als einer der Befürworter der Wiehltalbahnstrecke bekannt ist, eher das Gegenteil, auch wenn diese Strecke natürlich derzeit nicht optimal in den Gesamtverkehr eingebunden ist. Man könnte aber ja einen Anfang machen. Die BPW liegt ja nicht umsonst an dieser Strecke.

Zum Ausgangsthema des Threads muss ich aber @Gerecht Recht geben, eine reine "Locklösung" für EU-Ostausländer dürfte wohl kaum die Lösung des Problems bedeuten. Denn wie @Gerecht schon sagt, sind Einwohner nicht gleich Einkommensteuerzahler und schon jetzt könnte man bei entsprechender Arbeitsplatzkapazität einige der Wiehler Arbeitslosen, (wo auch schon jetzt zahlreiche Mitbürger aus den ehemaligen Ostgebieten bzw. Ostblockstaaten bei sind) in Lohn und Brozt bringen, wenn es denn nur darum ginge.

Aber unsere Arbeitsplätze, die hier in Deutschland noch gebraucht werden, werden oftmals von dem Qualifikationsprofil dieser Leute nicht abgedeckt und das dürfte auch bei Zuzüglern eher nicht der Fall sein. Und mehr Leute, die als 1,- -Euro-Jobber oder gar Hartz-IV-Empfänger die Straßenrädner säubern, aber ansonsten VON meinen SDteuern leben statt sie zu ENTLASTEN, möchte ich hier nicht unbedingt haben.
Und ich finde, diese Situation ist auch nicht mit früheren Situationen, als sich Deutschland oder NRW im (Wieder-)Aufbau befanden zu vergleichen.
Daher sollte man sich solche Äußerungen und erst recht solche Taten sehr gut überlegen, getreu dem Spruch "Die Geister die ich rief...".
In diesem Sinne ein Frohes Weihnachtsfest und ein gutes und gesundes Jahr 2010.
 
erstellt von Der Notorische Querulant (Benutzer # 2246) am 28. Februar 2010, 06:12:
 
Zitat:
Ab 2011 wird es einen Binnenmarkt der Migrationsmöglichkeiten mit den 10 jüngst beigetretenen EU-Ländern geben.
anscheinend nicht nur von den juengsten EU Laendern ...

SECRET PLOT TO LET 50MILLION AFRICAN WORKERS INTO EU
Zitat:
MORE than 50 million African workers are to be invited to Europe in a far-reaching secretive migration deal, the Daily Express can reveal today. 
A controversial taxpayer-funded “job centre” opened in Mali this week is just the first step towards promoting “free movement of people in Africa and the EU”.

Herzlich Wilkommen

dnq
 


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