Thema: Sitzungen des Wiehler Rates und seine Ausschüsse im Forum: Wiehler Forum bei: Wiehler Community.


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erstellt von Birgit (Benutzer # 4) am 06. November 2002, 07:49:
 
Gestern fand die Sitzung des Rates der Stadt Wiehl statt:

Spagathafte Anstrengung: Wiehl kann Haushalt 2003 noch einmal ausgleichen

(om/5.11.2002-23:50) Von Oliver Mengedoht - Oberberg Aktuell
Wiehl - Obwohl die Stadt auch im kommenden Jahr noch einmal ihren Haushalt ausgeglichen darstellen kann, zeichnete Bürgermeister Werner Becker-Blonigen heute ein düsteres Bild für die Zukunft... KLICK HIER >>>>

...Die Folgen der erkennbaren demografischen Entwicklung und der bei weitem nicht bewältigten Aufgabe der Integration von Zuwanderern sowie eine Schwächung der Industriekultur - speziell Oberberg betreffend - würden immer deutlicher. "Hieran ist nicht nur die Globalisierung schuld", bemerkte der Bürgermeister. Um den "Weg zum Abstieg" zu verlassen, müsse Wiehl Ideen, aktiven Einsatz und materielle Möglichkeiten entwickeln, Menschen an die Region binden, "die gerne hier leben wollen und ihren gestalterischen Beitrag bringen. Ich möchte nicht, dass unsere Heimat wieder zum 'Haferspanien' wird und wir als Einheimische verkleidet ein Freilichtmuseum bewohnen!"

[ 06. November 2002, 23:44: Beitrag editiert von: Birgit ]
 
erstellt von Günther (Benutzer # 2) am 06. November 2002, 10:03:
 
Zitat:
Original erstellt von Birgit:
Die Folgen der erkennbaren demografischen Entwicklung und der bei weitem nicht bewältigten Aufgabe der Integration von Zuwanderern sowie eine Schwächung der Industriekultur - speziell Oberberg betreffend - würden immer deutlicher. "Hieran ist nicht nur die Globalisierung schuld", bemerkte der Bürgermeister. Um den "Weg zum Abstieg" zu verlassen, müsse Wiehl Ideen, aktiven Einsatz und materielle Möglichkeiten entwickeln, Menschen an die Region binden, "die gerne hier leben wollen und ihren gestalterischen Beitrag bringen. Ich möchte nicht, dass unsere Heimat wieder zum 'Haferspanien' wird und wir als Einheimische verkleidet ein Freilichtmuseum bewohnen!"

Das hat er wieder mal sehr schön gesagt, unser Bürgermeister, allerdings muss ich zugeben, nicht zu wissen, was der Begriff "Haferspanien" für eine Bedeutung hat... vielleicht kann mir das ja mal einer erklären...
 
erstellt von Birgit (Benutzer # 4) am 06. November 2002, 18:18:
 
Zitat:
Original erstellt von Günther:
Das hat er wieder mal sehr schön gesagt, unser Bürgermeister, allerdings muss ich zugeben, nicht zu wissen, was der Begriff "Haferspanien" für eine Bedeutung hat... vielleicht kann mir das ja mal einer erklären...

"Haferspanien" ist ein verarmtes Land, siehe auch hier:

...Die dadurch entstandene Zweiteilung des Landes lastete schwer auf den Bewohnern, hatten sie doch als Folge der Brüderteilung alle Abgaben doppelt zu tragen. Das Ländchen sank in der Folge zum Armenhaus der Region herab und wurde als Haferspanien verspottet...

Quelle: Forschung Karl Friedrich Marsch >>>>

Weißt du Günther, bei der Bemerkung *...Ich möchte nicht, dass unsere Heimat wieder zum 'Haferspanien' wird und wir als Einheimische verkleidet ein Freilichtmuseeum bewohnen!* kam mir sofort ein Drabenderhöher Thema in den Sinn.

Wir dürfen uns nichts vormachen, wir können nicht so tun, als ob wir wie die Made im Speck leben...obwohl viele meinen, sie müssten sich über andere erheben..."Mein Vorgarten ist aber schöner und besser angelegt als deiner - was fährst du für ein Auto? - solch eine Schüssel..."

Hab ich schon zur Genüge gehört, aber ich spiele mit offenen Karten und sage, ich möchte in keinem Freilichtmuseum wohnen [Winken]
Dann sage ich doch lieber: "Du hast recht, dein Vorgarten ist besser, mach dein Ding - aber wir müssen sehen, wie wir unsere 'Kröten' zusammenhalten...und können kein Geld in den Vorgarten stecken..."

In diesem Punkt gebe ich dem Bürgermeister vollkommen recht.

[ 06. November 2002, 21:40: Beitrag editiert von: Birgit ]
 
erstellt von Birgit (Benutzer # 4) am 06. November 2002, 23:36:
 
In Anlehnung an die derzeit angespannte wirtschaftliche Lage noch folgendes zur Info:

Bankrotterklärung: Kreis Oberberg und zwölf Kommunen im Minus
(om/6.11.2002-16:55) Von Oliver Mengedoht
Oberberg - Zwölf der 13 Städte und Gemeinden werden wohl 2003 in ein Haushaltssicherungs-konzept (HSK) rutschen - ebenso der Kreis, verkündeten Landrat und Kämmerer heute bei einem Pressegespräch.
weiter gehts HIER >>>>
 
erstellt von Günther (Benutzer # 2) am 07. November 2002, 00:01:
 
Zitat:
Original erstellt von Birgit:
Zwölf der 13 Städte und Gemeinden werden wohl 2003 in ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) rutschen

nur Wiehl nicht...
 
erstellt von findus (Benutzer # 324) am 08. November 2002, 08:25:
 
Es ist ein gutes Gefühl ein Wiehler zu sein und in dieser Stadt zu leben. Zumindest haben Rat und Verwaltung es immer verstanden auch für die Zukunft zu planen. Ohne die damals gebildeten Rücklagen würde es in Wiehl nicht so verhältnismäßig gut aussehen.

Ein Lob an die Verwaltung (insbesondere unseren Bürgermeister) und die Politiker.
 
erstellt von Lothar Klein (Benutzer # 253) am 08. November 2002, 23:33:
 
Hallo Birgit,
hallo Findus,

die Bürger werden sich noch auf gravierende Belastungen einstellen müssen. Die bestehende Rücklage ist irgendwann in absehbarer Zeit verbraucht und ohne zumindest eine minimale Rücklage wird kein Haushaltsplan genehmigt.
Da helfen auch Gebührenerhöhungen nichts; sie wirken nur wie ein Tropfen auf einen heissen Stein. Die Haupteinnahmequellen wie Anteil an der Einkommensteuer, Mehrwertsteuer und Gewerbesteuer müssen zugunsten der Kommunen verändert werden. Aber das wollen Bund und Länder nicht, weil die das Geld selbst gebrauchen können und am längeren Hebel sitzen. Mit der seit langem geplanten Gemeindefinanzreform wird es also kaum etwas geben. Inwieweit die drastische Erhöhung der Kreisumlage in den Haushalt bereits eingearbeitet ist, weiss ich nicht. Wenn nicht, käme da noch einiges auf den Wiehler Haushalt zu.

Birgit, zu den Vorgärten: meine Haltung dazu kennst Du. Die Vorgärten interessieren mich nun wirklich nicht. Dies ist meistens eh nur äußere Fassade von Leuten, die es nötig haben. Was nutzem unserem Land "Potemkinsche Dörfer", was wir brauchen ist reale Wertschöpfung. Daran mangelt es zunehmend, insbesondere was die Bildung angeht.
 
erstellt von Günther (Benutzer # 2) am 09. November 2002, 17:57:
 
Zitat:
Original erstellt von Lothar Klein:
Birgit, zu den Vorgärten: meine Haltung dazu kennst Du. Die Vorgärten interessieren mich nun wirklich nicht. Dies ist meistens eh nur äußere Fassade von Leuten, die es nötig haben.

tztztz, wie soll man denn mit einer solchen Einstellung den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" gewinnen? [Winken]
 
erstellt von T.N.T. (Benutzer # 110) am 09. November 2002, 22:00:
 
Den Wettbewerb gibt's doch nur, damit so Betriebe wie der "Blumenladen" vom Ex-Bürgermeister genug Absatz haben... [Breites Grinsen] [Breites Grinsen] [Breites Grinsen]
 
erstellt von Felix Staratschek (Benutzer # 1520) am 13. Februar 2011, 16:13:
 
Wie läuft den akut die Politik in Wiehl?
Die CDU bietet ja einen Dialog an:
=118488&cHash=fbb40470f9]http://www.oberberg-aktuell.de/index.php?id=70&tx_ttnews[tt_news]=118488&cHash=fbb40470f9
Sollte doch von jedem. der Ideen hat mal genutzt werden.

Aber hoffentlich ist das nicht nur eine Schau! In Radevormwald geht es anders:
http://viertuerme.blogspot.com/2011/02/nebelwarnung-haushaltswolken-verdunkeln.html

[ 13. Februar 2011, 16:14: Beitrag editiert von: Felix Staratschek ]
 


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